Forschung
Nr. 46

Dressierter Computerwurm lernt, einen Stab zu balancieren

Florian Aigner | PR und Marketing

Die analoge, natürliche Version: C.elegans

Computerprogramm oder lebendiges Wesen? An der TU Wien verschwimmt die Grenze: Das Nervensystem eines Fadenwurms wurde in Computercode übersetzt – und so gelang es, einem virtuellen Wurm Kunststücke beizubringen.

Eigentlich sieht er ziemlich unspektakulär aus, der Fadenwurm C. elegans. Er ist etwa einen Millimeter lang und sehr einfach gebaut. Doch für die Wissenschaft ist er extrem interessant: C. elegans ist das einzige Lebewesen, dessen Nervensystem so einfach ist, dass man es vollständig analysieren konnte. Es kann als Schaltplan aufgezeichnet oder in einem Computerprogramm nachgebildet werden. Die Nervenaktivität des Tieres lässt sich somit eins zu eins auf den Computer übertragen.

Einen solchen künstlichen C. elegans hat man nun an der TU Wien gezielt trainiert um ihm ein Kunststück beizubringen: Der Computer-Wurm lernte, einen Stab auf seiner Schwanzspitze zu balancieren.

Mehr

Schreibe einen Kommentar