Forschung
Nr. 43

Wissenschaft im Grünen

Daniela Neubacher | Zentrum für Koordination & Kommunikation der Fakultät für Informatik
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Ein Experiment beim Science Picnic im April erweckte Informatik zum Leben.

Informatik lernen ganz ohne Computer? Wie das geht, konnten die Teilnehmer_innen des Vienna March for Science am 22. April 2017 erfahren. Prof. Stefan Szeider und sein Team nahmen das Science Picnic im Sigmund-Freud-Park zum Anlass, fundamentale Prozesse der Informatik spielerisch verständlich zu machen. Gemeinsam mit Mitarbeiter_innen der Algorithms and Complexitiy Group der Fakultät für Informatik, darunter Robert Ganian, Andreas Müller, Martin Nöllenburg und Sebastian Ordyniak, stellte Szeider den Anwesenden folgende Aufgabe:

Auf einem eigens angefertigten Spielfeld reihen sich sechs Kandidat_innen mit je einer zufällig verteilten Zahl in den Händen. Gemeinsam rücken sie entlang der Linien vor. Treffen zwei Zahlen aufeinander, weicht die höhere Zahl nach rechts und die niedrigere Zahl nach links aus. Nach wenigen Schritten kommen schließlich alle Kandidat_innen am Spielfeld-Ende an. Das Ergebnis: Ihre Zahlen sind nun nach Größe sortiert.

“Dieses kleine Experiment veranschaulicht ein wichtiges Prinzip in der Informatik. Sortiernetzwerke werden etwa auch in unserer Forschungsgruppe angewendet, zum Beispiel bei der Lösung von Optimierungsproblemen mittels SAT-Solvern”, erklärt Szeider den Hintergrund des Experiments. Die Idee zum Sortier-Netzwerk im Grünen kommt von der Initiative “Computer Science Unplugged”, die Informatik und Computational Thinking mit spielerischen Elementen und ohne Computer vermitteln will.

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