Lehre
Nr. 34

Vierter Tag der Lehre an der TU Wien

Martina Schönerklee | Zentrum für Universitätsentwicklung und Qualitätsmanagement

Am 15. April 2015 drehte sich alles um die Hochschullehre. Nach der Eröffnung durch Vizerektor Adalbert Prechtl, wurden unter dem Titel „Zeitgemäße Formen der universitären Lehre“ vier Experten-Vorträge mit anschließender Diskussion geboten.

Die Keynote der Veranstaltung hielt Thomas Tribelhorn, lic. phil (Universität Bern) mit „Wissenschaftlich fundierte Lehrinnovation“, Univ. Prof. Dr. Josef Aff (Wirtschaftsuniversität Wien) ging der Frage nach, ob Vorlesungen ein hochschuldidaktisches Auslaufmodell darstellen und betonte die Wichtigkeit kompetenten Erklärens und variantenreichen Inszenierens für professionelle Lehre. Nach einer kurzen Pause präsentierte Jun.-Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz (Universität Paderborn) mit „Learning from peers“ ein Konzept für universitäre Großlehrveranstaltungen. Den letzten Vortrag des Tages lieferte Dipl.-Ing. Mag. Dr. Gergerly Rakoczi (TU Wien) und präsentierte technisch unterstützte Best-Practice Beispiele zeitgemäßer Lehre der TU Wien.

Nach einer abschließenden Reflexions- und Diskussionsrunde kann zusammengefasst werden, dass Lehrinnovationen den Lernertrag optimieren sollen. Empirische Erkenntnisse der Lernforschung, die diesen Anspruch erfüllen, sind teilweise schon mehr als 130 Jahre alt, während vermeintlich moderne, technisch unterstützte Lernsettings ohne zugrunde liegendes didaktisches Konzept den Erwartungen oft nicht gerecht werden konnten, denn gute Hochschullehre braucht: Ziel- und Beurteilungskriterien, Aktivierung und Metakognition sowie Feedback und formative Evaluation.

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