Menschen
Nr. 35

Arbeitsplatz Universität 2020: Vereinbarkeit gestalten

Christine Cimzar-Egger | Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Intensive Diskussionen über die Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen

Die Vereinbarkeit von Beruf und familiären Verpflichtungen stand im Mittelpunkt des Workshops „Arbeitsplatz Universität 2020 – Vereinbarkeit gestalten“, der am 29. April 2015 im Boecklsaal stattfand.

Kolleg_innen des wissenschaftlichen und allgemeinen Universitätspersonals fanden sich zusammen, um unterschiedliche Facetten, Frage- und Problemstellungen zum Thema Vereinbarkeit zu diskutieren.

Vereinbarkeit im persönlichen Umfeld betrifft einerseits Kinderbetreuungspflichten, andererseits aber auch die Pflegebedürftigkeit von Familienangehörigen. Nach begrüßenden Worten von Vizerektorin Anna Steiger stellten Ewa Vesely (TU-Kinderbetreuungsbeauftragte) und Ute Koch (Stabstelle Arbeitsrecht) im Sinne einer Standortbestimmung bereits bestehende Unterstützungsmaßnahmen zur Vereinbarkeit an der TU Wien vor. Diverse Aspekte wurden im Rahmen eines World Cafés erörtert – alle Beteiligten wechselten dabei nach einer vorgegebenen Zeitspanne zwischen Thementischen –, um möglichst viele Perspektiven einzufangen. So wurde das Thema Führungsaufgaben sowohl aus Sicht der Führungskraft beleuchtet, wie diese Mitarbeiter_innen in Vereinbarkeitsfragen unterstützen kann, als auch wie eine Führungsaufgabe selbst mit Betreuungserfordernissen vereinbar ist. Ein Thementisch widmete sich speziell Fragen rund um das Thema Pflege, während ein anderer sich mit den Herausforderungen einer wissenschaftlichen Karriere und familiären Pflichten befasste. Die strategische Dimension wurde unter dem Schlagwort „Vereinbarkeit an der TU 2020“ diskutiert.

Das Bewusstsein der Führungsrolle, v.a. im Sinne der sozialen Kompetenz der Vorgesetzten, aber auch die Einbeziehung sozialer Kompetenzen in Berufungsverfahren, sowie Karenzzeiten in diesen zu berücksichtigen, zeigten sich als gemeinsame Punkte. Die Workshopteilnehmer_innen erachteten eine „Pflege-Vertrauensperson“ als sinnvoll, ebenso wie die Erarbeitung von Kriterien auf strategischer Ebene, die in der Evaluierung von Exzellenz unterschiedliche Lebenssituation berücksichtigen. Die Ergebnisse des Workshops wurden an Vizerektorin Steiger als Vertreterin des Rektorats übermittelt, um nach Maßgabe der Möglichkeiten eine rasche Implementierung an der TU Wien voranzutreiben.

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