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Nr. 49

Unbewusst zu diskriminieren kann uns allen passieren: Unconscious Bias an der Universität

Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG)

Am 15. November 2018 fand der gut besuchte Info-Nachmittag des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKG) der TU Wien zum Thema des unbewussten Diskriminierens statt. Der Begriff Unconscious Bias (bzw. Implicit Bias) thematisiert, wie es zu verzerrten und voreingenommenen Beurteilungen und Wahrnehmungen im Alltag kommen kann, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Diese Form der Diskriminierung läuft sehr subtil ab.

Nach einleitenden Worten der Vizerektorin Anna Steiger, die die Relevanz dieses Problemfeldes betont hat, und der Vorsitzenden des AKG Margit Pohl, die auf ihre Erfahrungen von unbewussten Diskriminierungen in Kommissionen aufmerksam gemacht hat, wurden drei praxisnahe Vorträge gehalten.  Martina Friedl, die an der TU Wien ihr Doktorat absolviert hat und nun u.a. im Bereich Organisationsberatung und Coaching tätig ist, referierte über Unconscious Bias in Rekrutierungsprozessen. Sie stützte sich dabei auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und präsentierte Lösungswege zur eigenen Reflexion. Elisabeth Günther, die an der TU Wien im Bereich Organisationforschung promovierte, für ihre Mitarbeit an dem Forschungsprojekt der TU Wien über die „Leaky Pipeline“ bekannt ist und an Universitäten Lehraufträge innehat, stellte Forschungsergebnisse zu impliziten Biases in der Lehre von Vortragende wie Studierenden vor. Philipp Leeb, Gründer des Vereins Poika und Buben*arbeiter, machte das Thema anhand eines interaktiven Praxisbeispiels konkret erfahrbar.

Aufgrund des großen Erfolgs der Veranstaltung und der zahlreichen Anfragen von Informationsunterlagen haben die Referierenden ihren Beitrag verschriftlicht. Die Broschüre ist auf der Homepage des AKG zu finden oder auf Anfrage im Büro des AKG erhältlich:

https://www.tuwien.ac.at/akgleich/soziale_kompetenz/genderkompetenz/

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