Forschung
Nr. 34

Proteine verändern die Benetzbarkeit von Oberflächen

Florian Aigner | Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Schimmelpilze können Substanzen erzeugen, die einen drastischen Einfluss auf die Benetzbarkeit einer Oberfläche haben.

An der TU Wien stieß man auf ein Protein, das Oberflächen wasserabweisend oder benetzbar macht.

Wenn man Flüssigkeiten auf eine Oberfläche tropft, zerrinnen sie manchmal zu einem dünnen Film, manchmal ziehen sie sich aber auch zu kleinen, fast runden Tröpfchen zusammen. Ob eine Oberfläche benetzbar oder wasserabweisend ist, hängt maßgeblich von ihren chemischen Eigenschaften ab.

Proteine, die von Schimmelpilzen produziert werden um sich an ihre Umgebungsbedingungen anzupassen, können die Benetzungseigenschaften von Oberflächen drastisch verändern. Das wurde in einer Forschungsarbeit herausgefunden, bei der drei verschiedene Chemie-Institute der TU Wien zusammenarbeiteten. Untersucht wurden zwei verschiedene Gruppen von Proteinen, die sich an der Oberfläche von Flüssigkeiten oder an der Grenze zwischen Feststoff und Flüssigkeit ganz von selbst zu einer Schicht zusammensetzen. Durch interessante Wechselwirkungen zwischen den Proteinen können nun Schichten mit besserer Stabilität und bemerkenswerten Benetzungseigenschaften hergestellt werden.

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