Forschung
Nr. 36

Platin allein macht nicht glücklich

Florian Aigner | Büro für Öffentlichkeit

Vakuumkammer im Oberflächenforschungslabor der TU Wien

Ein Forschungsteam der TU Wien konnte klären, wie ein Platinkatalysator wirkt – seine ausgezeichneten Eigenschaften erreicht Platin nicht allein, sondern in Kombination mit einem Untergrund aus Eisenoxid.

Dass Platin ein äußerst nützlicher Katalysator ist, weiß man schon lange. Das Edelmetall wird beispielsweise in Fahrzeugkatalysatoren verwendet, um schädliches Kohlenmonoxid in Kohlendioxid umzuwandeln. Winzige Platinkörnchen können Moleküle zerlegen oder festhalten, sodass bestimmte chemische Reaktionen leichter ablaufen. An der TU Wien gelang es nun mit Hilfe von Rastertunnelmikroskopen, das katalytische Verhalten von Platin auf einer Eisenoxid-Oberfläche abzubilden und erstmals direkt zu beobachten, was dabei auf Atom-Ebene vor sich geht. Erstaunlicherweise findet die Reaktion gar nicht auf den Platin-Partikeln statt, entscheidend ist das Zusammenspiel zwischen Platin-Partikeln und dem Untergrund aus Eisenoxid.

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