Campus
Nr. 48

Innovation braucht Vernetzung: i²c Networking Friday 2019

Birgit Hofreiter | Leiterin Innovation Incubation Center (i²c)

Fotos: i2c

Am 22. Februar 2019 findet bereits zum fünften Mal das jährliche Top-Event des Innovation Incubation Centers (i2c) statt. Auch am nächsten i² Networking Friday stehen die Innovationen der TU Wien im Mittelpunkt.

Der i2c Networking Friday ist der „Innovation & Entrepreneurship Summit“ der TU Wien und bietet Wissenschaftler_innen und Studierenden der Universität die einmalige Gelegenheit, Patente, Forschungsergebnisse, Forschungsarbeiten (PhD, MA, BA) und Spin-outs/Start-ups vor einem interessierten Publikum aus rund 400 Personen im Kuppelsaal der TU Wien zu präsentieren.

Zur Rolle der Universität bei der Beurteilung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken von Innovationen

Wie jedes Jahr widmet sich der Konferenzteil der inhaltlich dreigeteilten Veranstaltung einem aktuellen Thema der Entrepreneurial University. Gerade im Deep-Tech Bereich beruhen Geschäftsmodelle auf Innovationen, deren Machbarkeit mitunter schwer zu beurteilen ist, weil sie Grenzen der aktuellen wissenschaftlichen Forschung berühren oder gar darüber hinauszugehen versprechen. Es stellt sich die Frage, wie eine vertrauenswürdige Beurteilung von Innovationen erfolgen kann. Eine Reihe spektakulärer Fehleinschätzungen, zuletzt der Fall des zunächst überaus erfolgreichen Start-ups der Amerikanerin Elizabeth Holmes (Gründerin und Ex-CEO von Theranos) zeigt, dass es sich hier nicht um ein marginales Problem handelt. Mangelhafte Beurteilungen innovativer Produkte führen nicht nur zu einer Fehlallokation von Investitionsmitteln, sie sind darüber hinaus geeignet, das wichtige Vertrauen in Start-ups zu beschädigen. Letztlich können Innovationen, die durch noch nicht hinreichend bestätigte Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung begründet werden, nur durch einschlägig ausgewiesene Fachwissenschaftler_innen beurteilt werden.

Vor diesem Hintergrund sehen sich Universitäten einer Reihe schwieriger Fragen gegenüber. Gehört es zur gesellschaftlichen Verantwortung der Universität, ihre Forschungskompetenz auch zur Beurteilung von Geschäftsmodellen bereitzustellen? Wie sollen entsprechende Begutachtungsprozesse organisiert werden, damit sie einem hohen Anspruch an Objektivität genügen? Wie sind solche Leistungen einzelner Wissenschaftler_innen wie auch entsprechende Angebote der Universität zu vergüten? Wie ist die Gefahr einzuschätzen, dass Wissenschaftler_innen für die Interessen von Unternehmen bzw. Investor_innen instrumentalisiert werden und was kann gegebenenfalls dagegen getan werden?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich eine Panel-Diskussion, wo ausgewählte Expert_innen zum Thema „Geschäftsmodelle an der Grenze des technisch Machbaren – Zur Rolle der Universität bei der Beurteilung von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Risiken von Innovationen“ diskutieren.

TU Wien Innovation Exhibition

Der zweite Teil der Veranstaltung widmet sich der Ausstellung von herausragenden TU Wien Innovationen. TU Wien Wissenschaftler_innen und Studierende bekommen die Gelegenheit, Patente, Forschungsergebnisse, Forschungsarbeiten (PhD, MA, BA) und Spin-outs/Start-ups vor Industrievertreter_innen, Investor_innen, Förderagenturen, Wissenschaftler_innen und Enthusiasten des Start-up-Ökosystems auszustellen. So können wichtige Kontakte für die nächsten Schritte im individuellen Vorhaben geknüpft bzw. potentiellen Mitarbeiter oder Geldgeber gefunden werden. Bewerbungen zur Ausstellung richten Sie bitte per E-Mail bis spätestens 3. Dezember 2018 an Alexandra.Negoescu@tuwien.ac.at .

i2c STARTacademy Pitch-Challenge

Der i2c Networking Friday ist auch der Höhepunkt der i2c STARTacademy, dem Gründerbootcamp für Wissenschaftler_innen. Während des 3-tägigen Intensivprogramms stehen den Teilnehmer_innen Top-Mentor_innen zur Seite und identifizieren gemeinsam Marktchancen und Kommerzialisierungsstrategien für Forschungsergebnisse. Am Nachmittag des Networking Fridays findet die Pitch Challenge statt, bei der die Vertreter der 10 Projekte die jeweils entwickelten Geschäftsmodelle einer renommierten Jury vorstellen und um Preise im Gesamtwert von €50.000,– konkurrieren. Bis 9. November kann man sich noch für die Teilnahme an der nächsten i²c STARTacademy unter http://i2c.tuwien.ac.at/application-2019/ bewerben. Details dazu unter i2c.tuwien.ac.at.

Dr. Birgit Hofreiter, Direktorin des i²c zu den wesentlichen Zielen des Events: „Mit dem i²c Networking Friday stellen wir nicht nur herausragende Forschungsergebnisse einer renommierten Universität aus, sondern bieten auch ein Forum für den wichtigen gesellschaftlichen Diskurs über die Rolle der Universität bei der Gestaltung der digitalen Transformation. Darüber hinaus vernetzt dieser Event Menschen aus unterschiedlichen Bereichen, die zusammen großartige wirtschaftliche Erfolge erzielen können.“

Zum Event:

i2c Networking Friday
22. Februar 2019
10:00 – 17:00 Uhr
Kuppelsaal der TU Wien, Karlsplatz 13, 1040, Vienna, 4. OG

Mehr Informationen unter https://bit.ly/2IU5NmF
Anmeldung unter https://bit.ly/2Es4UTM

Bewerbungen zur Exhibition am i²c Networking Friday bis spätestens 3. Dezember 2018 senden an:

 Alexandra NEGOESCU
Innovation Incubation Center (i²c)
+43-1-58801-406 672
alexandra.negoescu@tuwien.ac.at

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