Campus
Nr. 47

Töchtertag & Girls‘ Day Mini

Christina Sandara | Personalentwicklung und Betriebliche Gesundheitsförderung

Fotos © Thomas Blazina

Am 26. April 2018 stand die TU Wien ganz im Zeichen „zukünftiger Nachwuchs-Wissenschafterinnen“, die die TU Wien im Zuge des Töchtertages und des Girls‘ Day Mini besuchten.

Töchtertag

Der Töchtertag startete für 24 Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren mit einem Besuch der Arbeitsplätze der Eltern, bevor es zur offiziellen Begrüßung in den Hörsaal 212-232 ins TU-Hauptgebäude ging. Vizerektorin Anna Steiger hieß die Mädchen an der TU Wien herzlich willkommen und eröffnete den Töchtertag. Auch Lea Halbwidl, Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Wieden, wohnte der Eröffnung bei und richtete motivierende Begrüßungsworte an die Mädchen. Anschließend machten sich die Mädchen auf den Weg zum Atominstitut, wo ein spannendes Tagesprogramm auf sie wartete.

„Dem Forschungsreaktor auf der Spur“

Am Atominstitut wurden die Teilnehmerinnen von Institutsvorstand Thorsten Schumm und der Wissenschaftlerin Karin Poljanc in Empfang genommen.

Was es heißt Wissenschaftlerin am Atominstitut zu sein und wie sie dazu gekommen ist, war Thema eines kurzen Vortrages von Poljanc, bei dem sie den Mädchen Einblick in ihrem Alltag als Wissenschaftlerin gab.
Nach einem geschichtlichen Abriss über das Atominstitut und über Reaktoren in Österreich sowie einer kurzen sicherheitstechnischen Einschulung durften die Mädchen gemeinsam mit Poljanc das Heiligste des Atominstitutes besichtigen, den Forschungsreaktor.

Stärkung gab es bei einem gemeinsamen Pizza-Mittagessen, danach stürtzten sich die Mädchen in das Nachmittagsprogramm. Das Atominstitut bietet eine Reihe an Forschungsmöglichkeiten, einige davon wurden den interessierten Schülerinnen von den Wissenschaftlerinnen Karin Poljanc, Mirjam Rauwolf, Anna Turyanskaya und Veronika Rosecker in drei Workshops nähergebracht. Es wurde beispielsweise das Geheimnis der Nebelkammer enthüllt, mit flüssigem Stickstoff ein Supraleiter erzeugt und durch die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) „falscher“ Schmuck entlarvt.

Viele spannende und interessante Fragen der Teilnehmerinnen machten den Tag zu einem einmaligen Erlebnis!

 

Girls‘ Day Mini

Das Projekt Girls‘ Day Mini im Bundesdienst wurde entwickelt, um Mädchen bereits am Beginn ihres Bildungsweges – nämlich im Kindergarten – die Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen und technischen Fragestellungen zu ermöglichen. Die Erlebnisse im Kindergartenalter können die weitere Interessensbildung und damit die spätere Berufswahl wesentlich beeinflussen. Bei Exkursionen zu ausgewählten Orten (z.B. Museen, Unternehmen, Ministerien) erleben die Kinder, wie spannend technische und naturwissenschaftliche Phänomene sind.

Die TU Wien bot im Rahmen des Girls‘ Day Mini 2018 zwei verschiedene Workshops für insgesamt 30 Mädchen im Alter von vier bis sechs Jahren an.

Eine Gruppe lernte bei einer einstündigen Expedition im Schmetterlingshaus etwas über die schönen Farben der CDs, DVDs und Seifenblasen, sowie von kleinsten farbgebenden Strukturen im Schmetterlingsflügel, die Menschen nachmachen können, um Krankheiten feststellen zu können und schöne ungiftige Farben herzustellen.

Die zweite Gruppe erfuhr bei einem Besuch an der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik altersgerecht was Technik ist, was ein Roboter ist und welche Anwendungsbereiche die Robotik hat. Danach erkundeten sie mit den Thymio Robotern spielerisch die Themen Sensorik und Aktorik. In einer kurzen Demo lernten sie auch den sozialen Roboter „Pepper“ und seine Funktionen kennen.

Das Vereinbarkeits-Team der TU Wien bedankt sich herzlich bei allen Mitwirkenden und Unterstützer_innen dieser Veranstaltungen.

 

Nähere Informationen zum Töchtertag und zum Girls‘ Day Mini:
Sonja Bigl & Vera Kuzmits
Büro TU Kids & Care
E068 – Personalentwicklung und Betriebliche Gesundheitsförderung
vereinbarkeit@tuwien.ac.at

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