Forschung
Nr. 38

Mit Hochdruck in die thermochemische Energiespeicherung

Peter Weinberger | Institut für Angewandte Synthesechemie

Hochdruck-Simultanthermoanalyse (High Pressure STA)

Unter Konsortialführung von Prof. Dr. Andreas Werner (Institut für Energietechnik und Thermodynamik) hat sich seit einigen Jahren ein durch (unter anderem) zwei FFG-Projekte unterstütztes interdisziplinäres Forschungsteam aus den Fakultäten für Technische Chemie und Maschinenwesen & Betriebswissenschaften gebildet, dem auch Dr. Peter Weinberger (Institut für Angewandte Synthesechemie) angehört. Im Zuge der letzten TU-Ausschreibung für Innovative Projekte – Infrastruktur hat sich ein Team unter Projektleitung von Peter Weinberger und mit Unterstützung durch Kolleg_innen aus den Forschungsbereichen Verfahrenstechnik, Energietechnik und Thermodynamik sowie Chemischen Technologien & Analytik um die Beschaffung einer Hochdruck-Simultanthermoanalyse beworben. Diese konnte nun Ende Februar 2016 installiert und in Betrieb genommen werden.

Ziel der gemeinsamen Forschungsanstrengungen ist die Identifizierung von geeigneten chemischen Stoffpaarungen, die durch eine reversible chemische Reaktion imstande ist, thermische Energie (z.B. Industrieabwärme, Solarwärme zu speichern und bei Rückreaktion auch wieder als thermische Energie freizusetzen. Dabei ist von der chemisch-theoretischen Grundlagenforschung bis zum Reaktorbau eine breite Interdisziplinarität das besondere Alleinstellungsmerkmal der Zusammenarbeit. Da viele (thermochemisch) interessante Stoffumwandlungen bei erhöhten Drücken schneller oder überhaupt erst stattfinden, war die apparative Ausstattung durch eine Hochdruckanlage, die simultan die Masseänderung eines Stoffes im Zuge einer chemischen Reaktion (Thermogravimetrische Analyse – TGA) und die dabei umgesetzte Wärmemenge (Differentialscan-Kalorimetrie – DSC) messen kann, ein für die Forschungsarbeit unbedingt notwendiger Schritt. Das Team ist somit nun in der glücklichen Lage genau in diese Richtung mit bestmöglicher neuer Ausstattung weiterzuforschen. Finanziell gut abgesichert ist die Forschung ebenfalls – durch die Zuerkennung eines weiteren FFG-Projektes, das mit Anfang Juli 2016 starten wird.

Peter Weinberger

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