100 Jahre Technikstudium für Frauen
Nr. 51

Symposium: Menschen und Maschinen

Helga Gartner | Personalentwicklung

Visionen (aus) unserer digitalen Zukunft

Menschen und Maschinen. Visionen unserer digitalen Zukunft. Maschinen sind in unserem Alltag schon längst selbstverständlich. Neu ist, dass wir mittlerweile immer öfter mit ihnen interagieren – wir richten z.B. Befehle an unser Smartphone oder sprechen zu unserem Staubsaugerroboter. Umso wichtiger ist es, diese Interaktionen kritisch zu reflektieren. Was bedeutet es, wenn wir mit Robotern leben? Was weiß Künstliche Intelligenz eigentlich? Und was passiert mit den Spuren, die wir im Netz hinterlassen?

Diskussionen rund um Begriffe wie „Digitalisierung“, „Industrie 4.0“ oder „Arbeit 4.0“ kreisen häufig um Utopien, aber auch Dystopien. Was dabei oft zu kurz kommt, ist ein Sprechen über (reale) Fakten, mögliche Fortschritte und Gefahren. Das Symposium „Menschen und Maschinen. Visionen unserer digitalen Zukunft“ versammelte am 29. Oktober deshalb Stimmen, die sich nicht in Utopien oder Dystopien verlieren, sondern kritische Analysen liefern. Denn um unsere digitale Zukunft gestalten zu können, müssen wir in der Lage sein, informierte Entscheidungen zu treffen.

Viele Entwicklungen werden ausschließlich von männlichen Investoren bezahlt und von männlichen Entwicklerteams gemacht. Das Symposium an der TU Wien holte nun im Zuge des Jubiläums „100 Jahre Frauenstudium“ eine Vielzahl an Expertinnen auf die Bühne, die aus unterschiedlichen Disziplinen kommen und sich zudem kritisch mit diesen auseinandersetzen. Die Forscherinnen reflektierten beim Symposium nicht nur ihre eigene Arbeit, sondern gingen auch darauf ein, welche Verantwortung Forscher_innen in der Ausgestaltung unserer digitalen Zukunft haben – und nicht zuletzt zeigen sie mögliche Fehlentwicklungen auf.

Ob wir Forscher_innen der TU Wien sind, Studierende, Medienarbeiter_innen oder ohne spezifischen Hintergrund schlicht am Thema interessiert sind – die digitale Zukunft betrifft alle Menschen. Je mehr Menschen sich am Diskurs beteiligen, desto vielfältiger werden die Perspektiven und umso eher können wir die digitale Zukunft auf eine Weise gestalten, von der möglichst viele profitieren.

Kritisch und ermutigend zugleich, war das Symposium eine Inspiration für die künftige Arbeit von Forscher_innen und für politische Aushandlungsprozesse rund um die Digitalisierung unserer Gesellschaft.

Die Präsentationen und gezeigten Filme finden Sie hier.

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