Lehre
Nr. 44

Internationaler Master in Kartographie erhält erneut begehrte Erasmus-Mundus-Förderung

Felix Ortag | Department für Geodäsie und Geoinformation
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Die Studierenden des sechsten Jahrgangs haben ihr Wien-Semester im Juli 2017 abgeschlossen. Die 20 Studierenden kamen aus 16 verschiedenen Ländern.

© Forschungsgruppe Kartographie

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Die Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur der Europäischen Kommission (EACEA) fördert durch ihr Programm Erasmus+ Studierenden-Mobilität im Rahmen von Joint Master Degrees (Masterstudien, die von mehreren Universitäten gemeinsam angeboten werden).

Das auch an der TU Wien eingerichtete Masterstudium Kartographie konnte bereits in der Förderrunde 2014 diese begehrte Förderung für drei Jahre erringen. Es ist umso erfreulicher (und auch ungewöhnlich) , dass dies in der aktuellen Runde erneut gelungen ist und die Kartographie unter den 38 erfolgreichen Programmen ist (bei 116 Anträgen). Die Mittel von 2,1 Mio. Euro werden fast ausschließlich als Stipendien an die besten Bewerber_innen vergeben – es können dadurch 48 Stipendien für die Jahrgänge 2018, 2019 und 2020 vergeben werden.

Das internationale Masterstudium Kartographie wurde 2011 eingerichtet, damals noch ohne jede Förderung. Es ist mittlerweile eine Kooperation der Technischen Universitäten München, Wien und Dresden sowie der Universität Twente. An der TU Wien wurde das Studium annähernd kostenneutral eingerichtet, da nur auf bereits für andere Studien eingerichtete Lehrveranstaltungen zurückgegriffen wird. Die Studierenden müssen dabei eine hohe Flexibilität und den Willen zur Mobilität beweisen: In vorgegebener Reihenfolge studieren sie an den Technischen Universitäten, die Universität Twente bietet zusätzlich Online-Module an. Die Masterarbeit kann an einer Universität nach Wahl erfolgen. Vorteil dieser Methode: Das Thema wird aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und jede Universität bringt ihre Spezialisierung ein.

Der Zulassung zum Studium geht ein Bewerbungsverfahren voraus, da Studierende mit den unterschiedlichen Vorbildungen zugelassen werden. Ein zusätzlicher Diversitätsfaktor ist die Internationalität: Bisher wurden 102 Studierende aus 42 Nationen zugelassen, 45 konnten bereits ihren Titel erlangen, der von allen Universitäten gemeinsam verliehen wird. Diese Studierendenzahl klingt vergleichsweise klein, ist aber für das spezialisierte Fachgebiet der Kartographie, das im Allgemeinen nur als Bestandteil anderer Studien unterrichtet wird, ein wesentlicher Faktor, um den durch die zunehmende Verbreitung digitaler Karten steigenden Bedarf an Kartograph_innen zu decken.

Die durch dieses Programm entstandene Diversität wird von den Studierenden wie auch von den Lehrenden als sehr positiv hervorgehoben, der internationale Master von allen Beteiligten als voller Erfolg gesehen.

Nähere Informationen zum Studium finden sich auf der neuen Programm-Website cartographymaster.eu

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