Forschung
Nr. 34

Laser-Lichtfasern am Himmel für die Untersuchung der Atmosphäre

Florian Aigner | Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Photonik-Team an der TU Wien: Skirmantas Alisauskas, Giedrius Andriukaitis, Tobias Floery, Andrius Baltuska, Audrius Pugzlys, Valentina Shumakova (v.l.n.r.)

Eine Kooperation der TU Wien mit Forschungsteams aus Moskau hat nun einen Laser im mittleren Infrarotbereich hervorgebracht, der stark genug ist, Plasma-Filamente in der Luft zu erzeugen. Damit könnte man die Atmosphäre chemisch untersuchen.

Es sieht ein bisschen aus wie ein Lichtschwert aus einem Star-Wars-Film: Wenn ein extrem intensiver Laserpuls durch die Luft geschickt wird, dann kann er sich selbst fokussieren und eine dünne Lichtfaser erzeugen. Werden solche Licht-Filamente in den Himmel geschickt und das zurückgestreute Licht analysiert, kann man Schadstoffe in der Luft untersuchen. Dafür braucht man allerdings Laser im mittleren Infrarotbereich. Mit solchen Lasern ist es sehr schwierig, die kritische Intensität zur Herstellung einer Lichtfaser zu erreichen. Daher gelang dieser Vorgang bisher nur in Hochdruck-Gasröhren. Nun ist es allerdings einem österreichisch-russischen Team gelungen, einen Mid-Infrarot-Laser herzustellen, der so stark ist, dass er ein Laser-Filament in der Luft unter gewöhnlichen atmosphärischen Bedingungen erzeugt.

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