Forschung
Nr. 46

Publikumsrekord beim TU Wien-Standort der Langen Nacht der Forschung 2018

Christine Cimzar-Egger | PR und Marketing

Foto: Krisztian Juhasz | Viennamotion

Am Freitag, 13. April 2018, fand die Lange Nacht der Forschung statt. Von 17 bis 23 Uhr konnten 17 Stationen an der TU Wien besucht und an zwei Führungen teilgenommen werden. Mit knapp 1.300 Besucher_innen verzeichnete die TU Wien einen neuen Publikumsrekord.

Die Lange Nacht der Forschung ist Österreichs größtes Forschungsevent und findet alle zwei Jahre statt. Die TU Wien hat auch dieses Jahr wieder teilgenommen und den Campus Freihaus ins Rampenlicht gerückt. Im roten und gelben Bereich waren im Erdgeschoß und im 1. Obergeschoß insgesamt 17 Stationen aufgebaut, inklusive eines Infopoints für die Orientierung und zur Anmeldung für Führungen. Mit knapp 1.300 Besucher_innen an diesem Abend konnten die Publikumszahlen des Jahres 2016 fast verdoppelt werden.

Die TU Wien-Zahlen spiegeln auch den generellen Trend in Wien und am Forschungspfad in der Wiener Innenstadt wieder. Mit 87.000 Besucher_innen, davon 30.000 am Forschungspfad, konnten in ganz Wien die Publikumszahlen um 45% erhöht werden.

Alle Forschungsschwerpunkte, alle Fakultäten

Inhaltlich konnten die Besucher_innen aus dem Vollen schöpfen, was die TU Wien an Forschungsthemen zu bieten hat. Bei den Stationen waren Projekte und Themen aus allen Forschungsschwerpunkten und von allen Fakultäten der TU Wien vertreten:

  • Wie könnte die Abwasserreinigung der Zukunft aussehen? Jörg Krampe und Team, Institut für Wassergüte und Ressourcenmanagement, Forschungsbereich Wassergütewirtschaft
  • Die Farben der Blüten und Früchte: Heidi Halbwirth und Team, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften, Forschungsbereich Bioressourcen und Pflanzenwissenschaften, Forschungsgruppe Phytochemie und Pflanzenbiochemie
  • Was ist Farbe? Miriam M. Unterlass und Team, Institut für Materialchemie, Forschungsbereich Molekulare Materialchemie, Forschungsgruppe Moderne Polymer Materialien
  • Mit Geophysik zu besserem Wein – Die Geheimnisse der Tiefe:  Adrian Flores-Orozco und Team, Department für Geodäsie und Geoinformation, Forschungsgruppe Geophysik
  • Wie funktionieren die Rennwagen des TUW Racing Teams, TU Wien Racing Team
  • Ihr Smartphone – Ein Supercomputer vor 20 Jahren. Ein Einblick in die Mikro- und Nanoelektronik (mit Virtual Reality). Josef Weinbub und Team, Institut für Mikroelektronik
  • Auf der Suche nach Leben: Bilder vom Mars. VRVis GmbH
  • Energiebündel nicht ohne Risiko – Wie sicher sind Lithium-Ionen-Batterien? Dr. Egon Erwin Rosenberg, Institut für Chemische Technologien und Analytik, Forschungsbereich Imaging und Instrumentelle Analytische Chemie, Forschungsgruppe Oberflächen-, Spurenanalytik und Chemometrie
  • Wie werden High-Tech-Produkte schon in der Entwicklung auf Herz und Nieren getestet? Stefan Jakubek und Team, Institut für Mechanik und Mechatronik
  • Star Wars lässt grüßen – Mensch-Roboter-Kollaboration. Team der TU Wien Pilotfabrik
  • bAm Roboter – Bewegende Architektur. Christoph Müller, Institut für Architektur und Entwerfen
  • Roboter zähmen leicht gemacht – Spiel das Raum-Spiel mit dem humanoiden Roboter Pepper. Oliver Schürer und Team, Institut für Architekturwissenschaften, und Markus Vincze und Team, Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik
  • Welchen Effekt haben Impfungen auf die Epidemieausbreitung? Erfahren Sie mehr im Realexperiment. Niki Popper, Institut für Analysis und Scientific Computing, und dwh GmbH
  • Das simulierte Pendel – eine Einführung in die mathematische Computersimulation. Niki Popper, Institut für Analysis und Scientific Computing, und dwh GmbH

Erstmals gab es bei dieser Langen Nacht der Forschung auch einen eigenen „Start-up Corner“, wo Start-ups der TU Wien ihre Ideen vorstellten:

  • Die individuelle elektronische Medizin zur Schmerztherapie – Vagusnerv-Stimulation: TU Wien-Start-up SzeleStim GmbH
  • Analyse medizinischer Bilddaten auf Basis von Maschinenlernen: TU Wien-Start-up contextflow GmbH

Nachts im Labor …

Wenn die TU Wien schon einen eigenen Standort bei der Langen Nacht der Forschung stellt, sollten auch Einrichtungen vor Ort gezeigt werden. Unter dem Titel „Kalt – kälter – am kältesten. Wie kalt wird es im stärksten Kühlschrank Österreichs?“ organisierte Prof. Silke Bühler-Paschen und ihr Team vom Institut für Festkörperphysik stündliche Führungen für Interessierte in das Mikrokelvinlabor. Michael Reissner, Leiter der Tieftemperaturanlagen, beantwortete bei stündlichen Führungen die Frage, woher die Kälte kommt, die Österreichs Forscher_innen für ihre Experimente brauchen.

TU Wien auch am Forschungspfad vertreten

Zusätzlich zu den Stationen am Campus Freihaus, waren auch Themen und Projekte der TU Wien am Forschungspfad in der Wiener Innenstadt vertreten. Am Heldentor stellte Prof. Carsten Gachot vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik  mit seinem Team die Frage, wie Reibung unser Leben beeinflusst. Prof. Jochen Schieck vom Atominstitut beschäftigte sich in seinem Kurzvortrag auf der Bühne des bmbwf am Heldenplatz mit Dunkler Materie und dem Universum. Im Festzelt des bmvit Am Hof fragte das TU Wien Space Team, wie Raketen funktionieren, während sich das Team vom Vienna Center für Logic and Algorithms mit Computerviren und welche Bedeutung dabei Algorithmen spielen, beschäftigten.

An der Meduni Wien hat die TU Wien ein Kooperationsprojekt vorgestellt. Das Team von Simone Knaus vom Forschungsbereich Makromolekulare Chemie und Kolleg_innen der MedUni erklärten an der Station „Ernährung in der Grippezeit: Die Viren, Deine Nahrung und Du“ Besucher_innen spielerisch, welche Auswirkung die Ernährung auf die Zusammensetzung der Zuckerstrukturen hat und warum die Nahrungszubereitung eine wichtige Rolle spielt.

Die Lange Nacht der Forschung 2018 zum Nachhören auf Radio NJoy: http://wien.njoyradio.at/live-von-der-langen-nacht-der-forschung-wissenschaftsradio-spezial/

Fotos: Krisztian Juhasz | Viennamotion

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