Rundschau
Nr. 51

Theater genießen

Doris Hotz | Forschungsbereich Angewandte Geometrie

Theatergenuss statt Fernsehfrust!

TAG, Theater an der Gumpendorfer Straße

Dorian Gray – Die Auferstehung

Im TAG, Theater an der Gumpendorfer Straße, hat man sich schon mehrfach auf zeitgenössische Klassiker-Adaptionen eingelassen, zuletzt „Medea. Ich, ich, ich, ich“, „Kirschgarten – eine Komödie ohne Bäume“ oder „Die Ratten“. Bei „Dorian Gray – Die Auferstehung“ wird nur das Sujet aus Oscar Wildes Roman übernommen. In der Aufführung geht es also nicht um die Katastrophe, dass dem Porträtierten ewige Jugend anhaftet, während sein Porträt altert, vielmehr wird die Fiktion ausgekostet, dass dieses Bild tatsächlich existieren soll – und der Kunstmarkt sich darum reißt: eine Satire auf die Logik des Kunstmarktes und die Gründe, aus denen man unbedingt ein bestimmtes Kunstwerk besitzen muss. Die spannende Ästhetik der außergewöhnlichen Aufführung ist dem klaren filmischen Blick der Regisseurin Mara Mattuschka zu verdanken.

www.dastag.at/produktionen/doriangray

© Georg Soulek / Burgtheater

Kinderfressen leicht gemacht

Kinder, die sich nichts gefallen lassen, die für einander eintreten, die ihre Rechte kennen und diese auch einfordern – weltweit. Damit beschäftigt sich die gelungene Inszenierung mit circa 40 großartigen Kindern und Jugendlichen, die nach vorbereitenden Workshops für die Produktion ausgesucht wurden. „Kinderfressen leicht gemacht“, die Premiere fand schon am 21. Oktober im Volkstheater statt, wurde aus Anlass des 30. Geburtstags der UN-Kinderrechtedeklaration von Regisseurin Tina Leisch zusammen mit ihrem erprobten Team und einer gut trainierten Darstellertruppe entwickelt. Es wird auch im neuen Jahr noch einige Termine geben, die man zeitnah über die Homepage erfahren kann:

www.schweigendemehrheit.at/

Akademietheater

Die Stühle

Wer sich wieder einmal davon überzeugen will, dass man für einen Super-Theaterabend vor allem geniale Schauspieler_innen braucht, der sollte sich unbedingt die letzte Regiearbeit von Claus Peymann im Akademietheater anschauen: „Die Stühle“, eine Farce von Eugene Ionesco, mit Maria Happel, Michael Maertens und Mavie Hörbiger. Schon lange nicht mehr so herzhaft gelacht.

www.burgtheater.at/produktionen/die-stuehle

Bild: schweigendemehrheit.at/kinderfressen-leicht-gemacht

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