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Nr. 45

TU Diversity Management – wie es weiter geht

Sabine Pum | Personalentwicklung und Betriebliche Gesundheitsförderung

Ein Projekt geht nun zu Ende – die Implementierung folgt!

Das Projekt TU Diversity-Management befasste sich von Ende 2015 bis Ende 2017 im Auftrag des Vizerektorats für Personal und Gender mit den Themen Alter, Behinderungen, Interkulturalität, Religionen, sexuelle Orientierungen, Gender, Sprache und Dialekte mit dem grundlegenden Zielen Antidiskriminierung, Chancengleichheit und Nutzung und Wertschätzung von Vielfalt/Diversität.

Ganz konkret gab es dazu:

  • eine Steuerungsgruppe, bestehend aus 42 internen und externen Mitgliedern / Expert_innen zur gemeinsamen Bearbeitung des Projektes,
  • sieben verschiedene Seminare zum Thema „Diversität“ (z.B. „TU around the world“; „50 als das neue 40“; „Umgang mit Religion an der TU Wien“; „sexuelle Orientierungen und Identitäten – Privatsache?“) integriert in das interne PE-Seminarangebot zur Information, Sensibilisierung und Bedarfsaufnahme,
  • eine Bedarfsanalyse bestehend aus verschiedenen Analyseinstrumenten um die Anliegen und Bedarfe der TU Wien-Angehörigen (Mitarbeiter_innen und Studierenden) zu erheben (Insgesamt 205 TU-Angehörige wurden befragt),
  • sieben verschiedene Fokusgruppen zur Ableitung von insgesamt 46 Maßnahmen aus den Ergebnissen, wobei 21 davon bereits umgesetzt sind (z.B.: Terminologiewörterbücher zum Download zum besseren Verständnis der Universitätssprache; Vernetzungsplattform für interne Flüchtlingsinitiativen; Glossar für Begrifflichkeiten zum Thema Diversität/Vielfalt; Informationsmaterialien),
  • verschiedene Veranstaltungen wie z.B. den Diversity-TU-Day am 23. Oktober 2017 mit sechs verschiedenen Vorträgen, sechs Workshops, Gebärdendolmetscher_innen, graphic recorders (siehe Bild), Simultanübersetzer_innen und vieles mehr (Nähere Informationen zum Diversity-TU-Day)
Doch wie kann Diversität in die unterschiedlichen Strukturen und Prozesse der Forschung, Lehre und des Managements integriert werden? Und wie kann es uns gelingen, Diversität nachhaltig sicht- und nutzbar zu machen?

Antworten auf diese und weitere Fragen soll die neue Struktur zur Implementierung des TU Diversity-Managements geben. Konkret hat diese Struktur zum Ziel, Diversität in verschiedene Bereiche zu integrieren, zu verankern und verschiedene Werkzeuge zur Umsetzung im Arbeitsalltag zu entwickeln bei einer gleichbleibenden Information, Sensibilisierung und Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Initiativen, Projekten und Angeboten der TU Wien. Beispielsweise gibt es für Mitarbeiter_innen und Studierende auch weiterhin die Rubrik „Diversity“ im internen PE-Angebot (z.B. „Kommunikation zwischen den Generationen – von der Hauspost bis zu WhatsApp“ am 26.03.2018), wobei einer der Schwerpunkte im Jahr 2018 auf das Thema der Aufnahme und Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderungen gelegt wird (z.B. Seminar „Recruiting+“ am 09.04.2018).

Ergänzend zu den Diversity-Dimensionen im Fokus (Behinderungen, Alter, Religionen etc.) werden die Dimensionen auch im Querschnitt bearbeitet. Die neue Struktur zur Implementierung des TU Diversity-Managements soll dies ermöglichen:

  • Eine Task-Force, bestehend aus internen Expert_innen zum Thema Diversität/Vielfalt aus den Bereichen Management, Forschung und Lehre zur Erarbeitung und Konzeptionierung von nachhaltigen Maßnahmen in den TU Regelbetrieb und dessen Monitoring
  • Ein Beirat, bestehend aus internen und externen Expert_innen zur Bestandsaufnahme und Information, als beratendes und begleitendes Gremium
  • Verschiedene Fokusgruppen, bestehend aus Mitgliedern des Beirates und der Task-Force und interessierten Mitarbeiter_innen und Studierenden, zur Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen

 

Bei Interesse zur Mitarbeit oder Anmerkungen/Bedarf freuen wir uns über Ihre Mail an: diversity@tuwien.ac.at

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