Menschen
Nr. 35

Die Strände Südalbaniens

Alba Keneta | Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Die gebürtige Albanerin Alba Keneta nimmt uns auf eine Reise durch ihr Heimatland mit.

Die Küste Albaniens wird wegen ihrer Schönheit und den unberührten Stränden als eine Besonderheit des Mittelmeeres betrachtet. Die Verschiedenartigkeit der Strände (Sand, Kiesel und Felsen) eröffnet leidenschaftlichen Meer-Besucher_innen eine scheinbar unlimitierte Vielfältigkeit. Da dieser Umstand noch nicht so bekannt ist, ist es nicht übertrieben, die Strände Südalbaniens als einen noch weitgehend unentdeckten Schatz zu bezeichnen.

Mit einer Reise entlang der südalbanischen Küste werde ich die schönsten Strände und Städte beschreiben.

Die Hafenstadt Vlora ist eine der größten Städte Südalbaniens und heißt uns als Erstes willkommen. Die Stadt kann sich glücklich schätzen, da ein Teil der Küste am Adriatischen Meer und der andere Teil am Ionischen Meer liegt. Gleich neben ihr befindet sich auch die einzige Halbinsel Albaniens, Karaburuni. Diese bildet mit ihrer hohen felsigen Küste kleine einsame Kieselstrände am kühlen, blauen Meer. Auf Karaburuni befindet sich auch die größte Piraten-Grotte Albaniens mit einer Tiefe von 30 Metern. Die Grotte ist vom Land aus unzugänglich und nur mit einem kleinen Schiff vom Meer aus zu erreichen. Unerschrockene können hier, wenn sie es sich zutrauen, vom Boot aus ins kalte Meerwasser springen.

Wir verlassen die Halbinsel und fahren weiter Richtung Süden. Doch bevor man überhaupt zu den schönsten Stränden Albaniens gelangen kann, muss man erst über das Ceraunisches Gebirge fahren. Einer der bekanntesten Gipfel ist der Llogaras Hals mit einer Höhe von 1057 Metern. Von hier aus hat man eine fantastische Aussicht über das Ionische Meer; somit ist er ein bevorzugtes touristisches Ausflugsziel. Nicht nur für den Tourismus ist Llogaras Hals attraktiv, sondern auch für Extremsportarten wie Paragleiten.

Fast am Fuße von Llogaras Hals, in 200 m Seehöhe, liegt das Dorf Dhermi: Eine touristische Attraktion mit 31 Kirchen und Klöstern verziert mit wertvollen, antiken Fresken. Eine weitere Attraktion und gleichzeitig der bekannteste Strand Albaniens liegt unterhalb des Dorfes, genau am Fuße des Berges. Wegen seiner weißen Steine, seinem hellblauen tiefen Wasser, umgeben von der eindrucksvollen Natur der hohen Berge sind die Hotels, Pensionen und Apartments am Strand Dhermi zwischen Juni und September immer ausgebucht. Trotzdem kann man hier einen ruhigen und schönen Sommerurlaub verbringen und sich in den vielen einheimischen Restaurants kulinarisch verwöhnen lassen.

Etwas weiter südlich von Dhermi liegt der Ort Jala, dessen Campingangebote speziell bei jungen Leuten und bei Rucksacktourist_innen sehr beliebt sind. Denn hier können sie auf den Campingplätzen um relativ wenig Geld ihren Sommerurlaub verbringen und, wenn gewünscht, bis in die frühen Morgenstunden feiern.

Auf dem Weg nach Saranda, die letzte große Stadt Südalbaniens, fahren wir an weiteren atemberaubenden und unberührten Stränden vorbei, wo sich die Natur mit den Farben des Sommers spielt: Das Meer tiefblau, der Strand weiß, der Wald sattgrün.

Saranda befindet sich am Ende des ionischen Meeres, gegenüber liegt die griechische Insel Korfu. Die Stadt bietet nette Promenaden entlang der Küste und viele kleine schöne Strände. Nur 20 km weiter südlich von Saranda liegt die Ruinenstadt Butrinti. Diese ist seit 1992 UNESCO Weltkulturerbe und gilt als eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Albaniens.

Albanisch für Einsteiger_innen

Guten Tag: Pershendetje!
Mein Name ist …: Une quhem …
Wo finde ich …: Ku mund te gjej …
Danke: Faleminderit
Strand: Plazh

Factbox: Alba Keneta

35_M_reise_albaDie gebürtige Albanerin Alba Keneta arbeitet als Studienassistentin im Büro für Öffentlichkeitsarbeit. Als Erstanlaufstelle für potentielle Studienbeginner_innen hilft sie bei Fragen zum Studium oder bei der Studienwahl weiter. Neben der Produktion von Printprodukten (z.B. Studienhandbuch) berät sie auch auf Messen oder direkt in Schulen und organisiert Events wie die KinderuniTechnik.

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