Politik
Nr. 42

Der studentische Blickwinkel: ÖH-Wahlen und die eigene Uni mitgestalten

Anna Klampfer | HTU
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Fachschaften- und Referatetreffen

Von 16. bis 18. Mai 2017 wählen die Studierenden wieder ihre Vertretung. Anlass genug, um nachzusehen, wo es abgesehen von den biennalen ÖH-Wahlen an der TU Wien noch weitere Möglichkeiten der studentischen Mitbestimmung gibt.

Davon gehen wir aus

Universität ist die Gemeinschaft von Lehrenden, Lernenden und Administration. Die Rahmenbedingungen, die unseren gemeinsamen Alltag prägen, beruhen einerseits auf gesetzlichen Vorgaben. Andererseits hat sich an der TU Wien eine Kultur der Partizipation einzelner Personengruppen entwickelt. Mit über 30.000 Personen sind die Studierenden hier die größte Gruppe. Aktive Einbindung in TU-Prozesse ermöglicht es Studierenden also ihr Studienumfeld tatsächlich mitzugestalten. Realisiert wird dies durch das auf den ÖH-Wahlen basierende Vertretungssystem, das sich in den etablierten Strukturen der HTU und Fachschaften ausdrückt. Oft steht die ÖH Wahl wegen ihrer geringen Wahlbeteiligung in der Kritik. Einige Studierende, wie beispielsweise Doktorand_innen oder Erasmus-Studierende, wissen zumeist nicht, dass sie bei diesen Wahlen überhaupt wahlberechtigt sind.

Beispiele für studentische Mitbestimmung

Akademische Gremien
Viele Entscheidungen an der TU Wien werden im Sinne der Partizipation in Gremien getroffen. Ob dies die Erstellung von Studienplänen, die Berufung von Professor_innen oder die Wahl der Rektorin/des Rektors ist – in den zuständigen Gremien sind auch Studierende vertreten und entscheiden mit.
Aktuelle Gremien sind der Senat (26 Mitglieder/davon 6 Studierendenvertreter_innen), die Fakultätsräte (18/4), Berufungs- (9/2), Habilitations- (9/2) und Studienkommissionen (12/4 oder 6/2).

Fachschaften: Die Studienvertretungen
Eine Fachschaft besteht aus den offiziell gewählten Studienvertreter_innen und weiteren Personen, die die Studierendeninteressen gegenüber der Fakultät/Universität vertreten. Die ehrenamtliche Arbeit besteht aus gesetzlich vorgegebenen Tätigkeiten und zusätzlichen Serviceangeboten. Stellungnahmen zu studienrechtlichen Änderungen sind z.B. definierter Auftrag. Einen großen Teil der „offiziellen“ Aufgaben macht die Gremienarbeit aus. Ob Studienpläne oder Besetzungen – durch die jeweilige Stimmaufteilung haben Studierende entscheidenden Einfluss auf ihr Studienumfeld. Auch im Bereich Studieninformation gibt es zahlreiche Aktivitäten – von der Inskriptionsberatung über mitgestaltete Fakultätsveranstaltungen wie Tag der offenen Tür bis hin zu den Erstsemestrigentutorien. Darüber hinaus bieten viele Fachschaften Services wie Skripten, Prüfungssammlungen bis hin zu Teeküchen und Lernräumen an.

Die HTU als Dach

Als Dach aller Fachschaften und zentrale Anlaufstelle fungiert die Hochschüler_innenschaft an der TU Wien (HTU). Hier sind auch zusätzliche Referate angesiedelt. Zur Koordination wurde Mitte der 1980er Jahre das Fachschaften- und Referatetreffen ins Leben gerufen. Sinn und Zweck der regelmäßigen Treffen ist es, den internen Informationsfluss am Laufen zu halten, gemeinsam zu diskutieren und ein breites Meinungsbild zu bekommen. Informationen aus allen Terminen mit dem Rektorat, Dienstleistungseinrichtungen u.ä. werden hier verteilt, besprochen und diskutiert. Basierend darauf wird eine Entscheidung getroffen die z. B. vom Vorsitzteam gegenüber der Universität, dem bmwfw usw. als Standpunkt der TU-Studierenden kommuniziert wird. So können alle Studierende an der TU Wien über die jeweilige Fachschaft in die Geschehnisse der HTU Wien eingreifen und mitbestimmen.

Webtipp: https://htu.at

Bild: © Anna Klampfer

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