Forschung
Nr. 36

Blickpunkt Forschung: Energie @ TU Wien und Ideenmarkt Forschung

Elisabeth Schludermann | Forschungs- und Transfersupport

Zwei neue Formate zur Endpräsentation von Forschungsprojekten der TU Wien

Die Veranstaltung „Blickpunkt Forschung“ zeigte am 28.9.2015 Ergebnisse anwendungsnaher Energieforschungsprojekte der TU Wien, auch in Kooperation mit Unternehmenspartnern. Ziel war es, potentiellen Kooperationspartnern aus der Wirtschaft einen umfassenden Überblick unserer Forschungsaktivitäten zu geben und dabei Kooperationsmöglichkeiten für weiterführende Projekte aufzuzeigen.
Seitens der TU Wien wurde diese Veranstaltung vom Forschungszentrum Energie und Umwelt sowie vom Forschungs- und Transfersupport organisiert, in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Wien.

Mit ihren Begrüßungsworten unterstrichen Prof. Johannes Fröhlich, Vizerektor für Forschung der TU Wien, DI Michael Paula, Abteilungsleiter Energie im BMVIT, sowie DI Theresia Vogel, Geschäftsführerin des KliEn, die Bedeutung der Energieforschung in Österreich und die damit verbundene Rolle der TU Wien: 2014 waren die Ausgaben 143,1 Mio. Euro, wobei hauptsächlich in Energieeffizienz (61,7 Mio.), Smart Grids und Speichertechnologien (35,3 Mio.) sowie Erneuerbare Energieträger (32,4 Mio.) investiert wurde. Die TU Wien erreicht bei den Förderprogrammen des KliEn und BMVIT einen Anteil von rund 35 Prozent.

Die Projekte wurden im Rahmen von Kurzpräsentationen in Parallelsessions zusammengefasst sowie in einer begleitenden Ausstellung präsentiert. Dies bot Raum für den Austausch zwischen TU Wien-Forschenden und Industrievertreter_innen und ermöglichte viele Fachgespräche. 155 Teilnehmende machten von diesem Angebot Gebrauch.

In Session A „intelligente und energieeffiziente Bauwerke“ wurde der Bogen von innovativen Fassaden und Planungswerkzeugen für dauerhafte Renovierungen, über Heim- und Gebäudeautomation und prädiktive Regelstrategien für den optimalen Energieeinsatz bis hin zum energieautarken Haus gespannt. In Session B „intelligente Netze und Speichersysteme“ wurde besonders das Thema „Smart Grid“ unter den unterschiedlichsten Aspekten (wie IKT-Security, thermische Speicher, aktives demand-side-managment) behandelt. Session C „industrielle Energiesysteme“ behandelte unter anderem Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz in Fertigungsbetrieben für eine ökologischere und ökonomischere Produktion. Während der letzte Vortrag über die Erzeugung eines Reduktionsgases aus Biomassereformierung thematisch bereits in die nächste Session D überleitete, rief der dritte Vortrag über die Potenzialbewertung für effiziente Fernwärme- und Fernkälteversorgung eine rege Debatte über energiepolitische Rahmenbedingungen hervor. Session D fokussierte thematisch auf „regenerative Energiesysteme“ und hier im Speziellen auf biogene Brennstoffe. Hier wurden einerseits technologische Innovationen im Bereich der Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung, der Herstellung von Wasserstoff aus Biomasse und der Biomassefeuerung präsentiert. Den Abschluss bildete ein Vortrag über den internationalen Bioenergiehandel und Möglichkeiten für die Attraktiverung fester Bioenergieträger. Die darauffolgende Diskussion über wirtschaftliche Anreizsysteme unterstrich noch einmal deutlich die besondere Relevanz dieses Forschungsbereichs für unsere Gesellschaft.

Der „Ideenmarkt Forschung“, der am darauffolgenden Vormittag stattfand, legte den Fokus auf die interne Vernetzung: Die Austeller_innen sowie andere Expert_innen im Bereich Energie und Umwelt nutzten die Gelegenheit, sich einen Vormittag über die abgeschlossenen Projekte zu informieren, neue Projektideen entstehen zu lassen und über zukünftige gemeinsame Projektmöglichkeiten zu sprechen.

Das Feedback auf die beiden Veranstaltungen war derart positiv, dass eine Wiederholung nächstes Jahr geplant ist. Das Organisationsteam dankt allen Mitwirkenden für diesen Erfolg.

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