Menschen
Nr. 43

Ausgezeichnet

Nicole Schipani | Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Mehrere Angehörige der TU Wien wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet. Hier ein Auszug der Preisträger_innen. Wir gratulieren!

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zeichnet mit der Mitgliedschaft Forscher_innen für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und ihr wissenschaftliches Ansehen aus. Jürgen Fleig und Manfred J. Kaltenbacher von der TU Wien gehören nun zu den neuesten Korrespondierenden Mitgliedern im Inland der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse des ÖAW. Prof. Jürgen Fleig leitet die Forschungsgruppe Festkörperelektrochemie und Elektrokeramik am Institut für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien. Wichtigstes Ziel der Forscher_innen ist ein tieferes Verständnis von Materialeigenschaften auf dem Gebiet der Festkörperionik. Dabei wird einerseits Grundlagenforschung betrieben, andererseits gibt es starke Bezüge zu konkreten Anwendungen wie Festoxidbrennstoffzellen (SOFCs), Gassensoren oder ferroelektrischen Bauteilen. Prof. Manfred J. Kaltenbacher vom Institut für Mechanik und Mechatronik der TU Wien ist Leiter der Arbeitsgruppe Messtechnik und Aktorik. Die Gruppe befasst sich unter anderem mit dem Design von mechatronischen Sensoren und Aktoren, Simulationen, Messtechnik und Sounddesign. Die praktischen Anwendungen reichen von therapeutischen Geräten über ausgefeilte Schallmessgeräte bis hin zur Entwicklung von speziellen Lautsprechern.

Der Neusiedler See hat einiges zu bieten – für Menschen, für Vögel, aber auch für Vibrio cholerae-Bakterien. Das basische, leicht salzige, nährstoffreiche Wasser des Sees sowie die hohen Sommertemperaturen bieten optimale Bedingungen. Allerdings finden sich im Neusiedler See nicht jene Vibrio cholerae-Stämme, die anderswo die gefährliche Cholera auslösen können, die burgenländischen Varianten sind zum Glück deutlich harmloser. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es trotzdem wichtig, solche Bakterien zu untersuchen: Höhere Gewässertemperaturen führen oft auch zu einer steigenden Zahl von Erkrankungsfällen. Die TU Wien, die Medizinische Universität Wien und das interuniversitäre Kooperationszentrum „Wasser und Gesundheit“ (ICC Water & Health) führten genetische Untersuchungen an diesen Bakterienstämmen durch. Dabei stellte man fest, dass speziell in den schilfbewachsenen Ufergebieten ihre genetische Vielfalt äußerst hoch ist. Der Neusiedler See ist ein optimaler „Bioreaktor“, in dem sich neue Bakterienstämme entwickeln – und so ist er auch ein optimales Forschungsobjekt, um mehr darüber zu lernen, wie sich Bakterienstämme wandeln und rekombinieren. Für diese Forschungsarbeit, die im Fachjournal „Environmental Microbiology“ veröffentlicht wurde, erhält Mag. Carina Pretzer nun den Österreichischen Hygienepreis der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin (ÖGHMP).

Das Forschungszentrum “Japan Austria Science Exchange Center” (JASEC) unter der Leitung von Dr. Iris Mach koordiniert wissenschaftliche Kooperationen zwischen der TU Wien und japanischen Partnerinstitutionen. Neben der Mobilität von Forschenden, Lehrenden und Studierenden wird auch die Vermittlung von Kooperationspartnern unterstützt. Iris Mach wurde nun kürzlich mit dem JSPS Alumni Club Award für ihre langjährige Förderung des wissenschaftlichen Austauschs zwischen japanischen Universitäten und der TU Wien ausgezeichnet.

Bilder:
Carina Pretzer: © Carina Pretzer
Iris Mach:
© JSPS Office Bonn

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