Menschen
Nr. 42

Ausgezeichnet

Nicole Schipani | Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Manfred Deistler

Manfred Deistler

Schahram Dustdar

Schahram Dustdar

Oben: Ansgar Jüngel (links), Michael Drmota (rechts) Unten: Anton Arnold (links), Bernhard Gittenberger (rechts)

Oben: Ansgar Jüngel (links), Michael Drmota (rechts) Unten: Anton Arnold (links), Bernhard Gittenberger (rechts)

Mehrere Angehörige der TU Wien wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet. Hier ein Auszug der Preisträger_innen. Wir gratulieren!

Manfred Deistler wurde 1941 in St. Pölten geboren. 1959 zog er nach Wien und begann an der TU Wien Elektrotechnik zu studieren. Sein Studium schloss er 1964 ab, die Promotion folgte 1970. Nach seinem Studium war er u.a. an den Universitäten Regensburg (1968 bis 1971) und Bonn (ab 1971 als wissenschaftlicher Assistent, 1973 bis 1978 als Professor) tätig. 1978 folgte er dem Ruf an die TU Wien und arbeitete bis zu seiner Emeritierung 2009 als Professor für Ökonometrie am Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik, an dem er noch immer tätig ist. Deistler ist darüber hinaus Fellow der Econometric Society, des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und des Journal of Econometrics. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen wurde Prof. Deistler nun in die Academia Europaea aufgenommen.

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Schahram Dustdar ist seit 2005 Professor an der Fakultät für Informatik der TU Wien und leitet den Arbeitsbereich Distributed Systems (DSG) am Institut für Informationssysteme. Für seine Forschungsleistungen erhielt er bisher zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen; u.a. wurde er mit dem IBM Faculty Award 2012 ausgezeichnet. Dustdar ist darüber hinaus ACM Distinguished Scientist (2009) sowie IEEE Fellow (2016). Bereits 2013 wurde der Computerwissenschaftler in die renommierte Gesellschaft der Academia Europaea aufgenommen, zu deren Chairman der Informatics Section er nun gewählt wurde. Als neuer Vorsitzender übernimmt Dustdar unter anderem die Aufgabe, für eine stärkere Sichtbarkeit der Informatik in der Öffentlichkeit einzutreten. Hinzu komme eine beratende Funktion für die Politik, erläutert Dustdar. Darüber hinaus plane er, eine Jahreskonferenz der AE-Informatics anzuhalten. Diese soll die Bindung zum bestehenden Netzwerk “Informatics Europe” stärken und als europäische Plattform den Austausch und die Diskussion unter Wissenschaftler_innen und Kooperationspartner_innen.

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Die TU Wien ist ab 2017 um einen Spezialforschungsbereich (SFB) auf dem Gebiet der partiellen Differentialgleichungen reicher: SFB “Taming Complexity in Partial Differential Systems”. Mit gleich fünf Projekten ist die TU Wien beteiligt und stellt mit Prof. Anton Arnold vom Institut für Analysis und Scientific Computing auch den stellvertretenden Sprecher des SFB. Das “Vienna Center for Partial Differential Equations”, ein Interuniversitäres Kooperationszentrum von TU Wien und Universität Wien, erhält mit diesem SFB eine perfekte Ergänzung.
In diesem Zusammenhang wurde auch das Doktoratskolleg (DK) “Dissipation und Dispersion in Differentialgleichungen”, das von Prof. Ansgar Jüngel vom Institut für Analysis und Scientific Computing koordiniert wird, weiter verlängert. Ziel beider Aktivitäten ist die Erforschung von komplexen Systemen von Differentialgleichungen, die wichtige Phänomene z.B. in der Physik, Zellbiologie und sogar im Finanzwesen beschreiben und optimieren helfen.
Erst 2014 wurde das Interuniversitäre Kooperationszentrum für Partielle Differentialgleichungen an der TU Wien und Universität Wien gegründet, um die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich zu bündeln und die Zusammenarbeit mit Ingenieur_innen zu koordinieren. Die beiden Großprojekte helfen uns, die Qualität der Doktoratsausbildung weiter zu verbessern und letztlich auch die Exzellenz der Mathematik in Österreich noch sichtbarer zu machen”, betont Prof. Ansgar Jüngel, der Sprecher des Doktoratskollegs.
Gleichzeitig wurde auch der SFB “Algorithmic and Enumerative Combinatorics” (Sprecher Christian Krattenthaler, Universität Wien), an dem die TU Wien ebenfalls beteiligt ist, verlängert. Prof. Michael Drmota und Prof. Bernhard Gittenberger – beide vom Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie – sind mit je einem Projekt am SFB beteiligt.

Wie kann man Sicherheitslücken im eigenen Server schließen und gleichzeitig Lücken bei den Gegnern ausnützen? Darum geht es im internationalen Wettbewerb “ICTF”, der jährlich von der Universität von Santa Barbara (Kalifornien, USA) ausgerichtet wird. Das Team “We_0wn_Y0u” (W0Y) der TU Wien erreichte dabei immer wieder Spitzenplätze und auch in diesem Jahr konnte man sich über Platz 3 (unter 78 Universitäten aus der ganzen Welt) freuen. Zusätzlich gab es in diesem Jahr auch einen nicht-akademischen Wettbewerb, bei dem das TU-Hackerteam Platz 4 von 317 belegte.

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Die seit 1972 einmal jährlich verliehene “Tribology Gold Medal” gilt als weltweit angesehenste Auszeichnung im Fachgebiet Tribologie, der Wissenschaft von Reibung und Verschleiß. Die Tribologie-Goldmedaille 2016 wurde erstmals an einen Österreicher verliehen: Prof. Friedrich Franek von der TU Wien. Diese Entscheidung fällte das international besetzte Auswahlkomitee des Tribology Trusts bei der Institution of Mechanical Engineers (ImechE), London. Überreicht wurden die Goldmedaille am 28. März 2017 in Vertretung von HRH Prince Philip, Duke of Edinburgh, vom britischen Botschafter, Se. Exzellenz Leigh Turner, im Rahmen einer Feier in der englischen Botschaftsresidenz in Wien.

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Bilder:
Schahram Dustdar © TU Wien | Thomas Blazina
Ansgar Jüngel, Michael Drmota © TU Wien | Thomas Blazina

Anton Arnold © TU Wien
TU-Team “We_0wn_Y0u”: © Georg Merzdovnik
Friedrich Franek: © Foto Wilke Wien

TU-Team "We_0wn_Y0u"

TU-Team “We_0wn_Y0u”

Friedrich Franek

Friedrich Franek

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