Menschen
Nr. 44

Ausgezeichnet

Mehrere Angehörige der TU Wien wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet. Hier ein Auszug der Preisträger_innen. Wir gratulieren!

Dr. Julia Forster

Resselpreis 2017 geht an die Architektin Dr. Julia Forster

Sie entwickelte Visualisierungs-Methoden, die bei komplexen Planungsaufgaben helfen. Wenn neue Siedlungen entstehen oder ein ganzes Stadtviertel umgestaltet werden soll, muss man viele Dinge gleichzeitig im Kopf behalten: Wie groß sollen die Gebäude werden? Wie gestaltet man die Energieversorgung? Wie soll sich der Verkehr entwickeln? So ergibt sich eine Datenflut, die kaum zu bewältigen ist – außer man verwendet kluge, neue Visualisierungskonzepte, wie sie Julia Forster vom Department für Raumplanung der TU Wien in ihrer Dissertation entwickelt hat. Dafür wird sie am 20. Oktober 2017 mit dem Resselpreis der TU Wien ausgezeichnet.

www.tuwien.ac.at/forschung_alt/news/news_detail/article/125321

Prof. Tenio Popmintchev

Hochleistungs-Laserpulse:  ERC-Grant für Prof. Tenio Popmintchev

Ein „neues Zeitalter für Röntgenlaser“ möchte Prof. Tenio Popmintchev einläuten. Immer wieder machte der Forscher an der Universität San Diego (Kalifornien) und vorher auch an der University of Colorado at Boulder mit spektakulären Erfolgen auf sich aufmerksam – beispielsweise mit einem Experiment, bei dem sein Team gemeinsam mit der TU Wien über 5000 Lichtteilchen niedriger Energie zu einem energiereichen Röntgen-Lichtteilchen vereinte. Nun wurde Tenio Popmintchev mit einem der hochdotierten ERC Starting-Grants des European Research Councils ausgezeichnet. Das ERC-Projekt wird an der TU Wien verankert sein, seine Zeit wird Popmintchev nun abwechselnd auf zwei Kontinenten verbringen – in Wien und in San Diego.

www.tuwien.ac.at/forschung_alt/news/news_detail/article/125134

Dr. Christoph Rameshan

Bessere Katalysatoren für eine bessere Umwelt: ERC-Grant für
Dr. Christoph Rameshan

Für eine umweltfreundliche Energiewende brauchen wir viele neue Ideen: Bessere Brennstoffzellen, leistungsfähigere Batterien, effizientere Solarzellen oder auch neue Methoden der Wasserelektrolyse zur Herstellung von Wasserstoffgas. All diese Technologien haben eine wichtige Gemeinsamkeit – sie beruhen auf Elektrochemie, auf neuen Materialien und modernen Katalysatoren.

www.tuwien.ac.at/forschung_alt/news/news_detail/article/125224

Dr. Simon Stellmer

Mit Quecksilber das Universum erklären: ERC-Grant für
Dr. Simon Stellmer

Warum gibt es überhaupt Materie im Universum? Die Frage ist bis heute nicht vollständig beantwortet. Unser Verständnis vom Urknall geht davon aus, dass damals genauso viel Antimaterie wie Materie entstanden ist. Doch Materie und Antimaterie löschen einander aus. In einem Universum, in dem ein perfektes Gleichgewicht zwischen Teilchen und Antiteilchen herrscht, hätten sich Materie und Antimaterie bereits vor langer Zeit gegenseitig vernichtet. Unsere Existenz ist der Beweis dafür, dass dieses Gleichgewicht – Physiker sprechen dabei von fundamentalen Symmetrien – verletzt ist.

www.tuwien.ac.at/forschung_alt/news/news_detail/article/125185

Dr. Miriam Unterlass
Foto © Karoline Wolf

START-Preis für Dr. Miriam Unterlass

Viele organische Hochleistungsmaterialien, wie man sie etwa für Akkus, Photovoltaik oder zum Filtern von Abgasen braucht, sind sehr schwer herzustellen. Oft kann man sie nur mit großem Aufwand und unter Einsatz von hochgiftigen Zusatzstoffen produzieren. Miriam Unterlass vom Institut für Materialchemie der TU Wien geht mit ihrer Forschungsgruppe aber einen anderen Weg: Mit Hilfe eines Prozesses, der den Vorgängen tief in der Erdkruste nachempfunden ist, gelingt es ihr, solche Materialien unter hohem Druck in heißem Wasser zu erzeugen. Dafür bekam sie nun einen der hochdotierten START-Preise des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF.

www.tuwien.ac.at/forschung_alt/news/news_detail/article/125059

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