Menschen
Nr. 37

Ausgezeichnet

TU|frei.haus-Redaktion

Mehrere Angehörige der TU Wien wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet. Hier ein Auszug der Preisträger_innen. Wir gratulieren!

Ohne Risiko kommt man in der Finanz- und Versicherungsbranche nicht aus. Wer Lebensversicherungen verkauft, geht das Risiko ein, dass zufällig eine große Anzahl von Versicherten früh verstirbt. Wer Kredite vergibt, muss mit der Gefahr leben, dass manche von ihnen nicht zurückgezahlt werden können. Dr. Jonas Hirz vom Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik hat einige Methoden, die man zur Abschätzung solcher Risiken verwendet, weiterentwickelt und an historischen Daten erprobt. Dafür wurde er nun mit dem SCOR-Preis für Aktuarwissenschaften in Deutschland ausgezeichnet – beinahe zeitgleich mit seiner Sub auspiciis Promotion an der TU Wien. Details

Große Kuppelbauten aus Beton sind schwierig zu errichten. Man braucht normalerweise ein aufwändiges Gerüst aus Holz, das den Beton hält, bis er vollständig ausgehärtet ist. Dr. Benjamin Kromoser vom Institut für Tragkonstruktionen hat in seiner Dissertation bei Prof. Johann Kollegger allerdings eine Methode entwickelt, die ganz ohne Holzverschalung auskommt. Eine gerade Betonplatte wird mithilfe eines Luftkissens verformt, bis sie die gewünschte Krümmung erreicht hat. Dafür erhielt er den Fehrer-Preis der TU Wien. Details

Sonnenkollektoren, die Kosten sparen und dabei eine höhere Wirkung als bisher erzielen – das leistet die neue Generation an Parabolrinnenkollektoren des TU Wien-Start-ups „Solabolic“. Grund genug, die Erfindung von DI Ahmed Adel (Institut für Energietechnik und Thermodynamik) mit dem Bronze-INVENTUM-Preis auszuzeichnen. Details

Der Award of Excellence des Wissenschaftsministeriums wird seit 2008 an die 40 besten Absolvent_innen von Doktoratsstudien der wissenschaftlichen und künstlerischen Universitäten des vergangenen Studienjahres vergeben. Die Vorschläge dafür kommen von den Universitäten. Von der TU Wien wurde Dr. Peter Reininger vom Zentrum für Mikro- und Nanostrukturen ausgezeichnet. Details

Eine der höchste Auszeichnungen, die das Wissenschaftsministerium zu vergeben hat, das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, ging an Prof. Hubert Christian Ehalt, Wissenschaftsreferent der Stadt Wien, der als Ehrensenator und Honorarprofessor eng mit der TU Wien verbunden ist. Ehalt ist für fünf städtische Wissenschaftsförderungsfonds, für Aktivitäten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit sowie für Agenden, die die Wissenschafts- und Universitätsstadt Wien betreffen, verantwortlich. Der breiten Öffentlichkeit ist Ehalt als langjähriger Moderator und Organisator der „Wiener Vorlesungen“ bekannt – sie sind aus der akademischen Szene der Stadt längst nicht mehr wegzudenken. Details

Die American Geophysical Union vergibt jedes Jahr die Robert E. Horton Medaille – sie gilt als höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Hydrologie. Dieses Jahr geht die Horton-Medaille an Prof. Günter Blöschl vom Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie der TU Wien. Verliehen wurde die Auszeichnung am 16. Dezember in San Francisco. Details

Prof. Herbert Mang vom Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen wurde zum Foreign Member der Chinese Academy of Engineering gewählt. Dies ist nicht zuletzt aufgrund seiner langjährigen Verbindung zur Tongji University eine sehr hohe Auszeichnung. Details

Zum bereits 18. Mal zeichnete die Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 junge, ambitionierte Wissenschaftler_innen für herausragende Arbeiten zu umweltrelevanten Themen mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis aus. Heuer wurden wieder 15 Nachwuchswissenschaftler_innen aus insgesamt 26 Einreichungen mit dem Förderpreis prämiert – 5 davon sind von der TU Wien: Fritz Kleemann („Hochbauten als Wertstoffquelle“, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft), Therese Schwarzböck („Bestimmung der fossilen Kohlendioxidemissionen aus Österreichischen Müllverbrennungsanlagen“, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft), Christian Brandstätter („In-depth analysis of degradation processes in old MSW landfills under different oxygen and water regimes“, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft), Marlies Gamsjäger („Ressourcenpotential städtischer Verkehrsinfrastruktur am Beispiel der Wiener U-Bahn“, Institut für Wassergüte, Ressourcenmanagement und Abfallwirtschaft), Isabel Mank („Energy blackouts and water outages: A risk management approach towards raising awareness and assuming responsibility“, Continuing Education Center TU Wien) Details

Die Vorstandsmitglieder des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), des weltweit größten Verbands für Technologieentwicklung, ernannten Schahram Dustdar, Professor an der Fakultät für Informatik der TU Wien, zum IEEE Fellow. Diese Auszeichnung, die weniger 0,1 Prozent der stimmberechtigten IEEE-Mitglieder tragen, erhielt Dustdar für seine Forschung im Bereich Elastic Computing für Cloud-Anwendungen. Der Status eines IEEE Fellows wird seit über 50 Jahren für außergewöhnliche Leistungen in den Interessensgebieten des Verbands nach einer anspruchsvollen Evaluierung verliehen. Details


Bilder:

Ahmed Adel © Martin Hörmandinger / APA-Fotoservice
Award of Excellence: © Willy Haslinger
Wissenschaftlichen Förderpreis: © Houdek / PID
Schahram Dustdar: © Fakultät für Informatik, TU Wien

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