Forschung
Nr. 46

Künstliche Ahornsamen aus der Rakete

Florian Aigner | PR und Marketing

Das Messgerät, das aus 75 km Höhe seinen Weg zum Boden zurück finden soll

Das Space Team der TU Wien startet gemeinsam mit der Universität Würzburg ein ambitioniertes Projekt: Aus einer Rakete sollen Messgeräte abgeworfen werden, die ohne Fallschirm zur Erde zurückkehren.

Es ist eine gewagte Idee, und niemand weiß genau, ob sie funktionieren wird: Mit einer Rakete sollen röhrenförmige Messgeräte in eine Höhe von 80 Kilometern transportiert werden und dann ganz von selbst unversehrt zur Erde zurückkehren. Wenn sich diese Technologie bewährt, könnte sie in Zukunft ein interessantes neues Werkzeug für die meteorologische Forschung werden.

Das Space Team der TU Wien machte in den letzten Jahren mehrfach mit erfolgreichen Raketenstarts und Satellitenprojekten auf sich aufmerksam. Nun schloss sich der Studierenden-Verein der TU Wien mit einem Studierenden-Team der Universität Würzburg zusammen, um die Idee von den autonom zum Boden zurückkehrenden Weltraum-Sonden umzusetzen. „Projekt Daedalus“ heißt das Projekt, das nun im März im Rahmen des internationalen REXUS-Programms zur Förderung studentischer Weltraum-Initiativen realisiert werden soll.

80 Kilometer Höhe

„REXUS/BEXUS“ ist eine Kooperation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt mit dem Swedish National Space Board und der ESA. Jedes Jahr werden im Rahmen von „REXUS“ in Schweden zwei Raketen gestartet, die von Studierenden entwickelte Instrumente und Experimente in eine Höhe bis etwa 80 Kilometern transportieren. Erstmals ist nun beim bevorstehenden Raketenstart im März auch das TU Wien Space Team mit dabei.

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