Menschen
Nr. 48

5x nachgefragt bei…

In unserer Rubrik lernen Sie TU-Mitarbeiter_innen von einer anderen Seite kennen. Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe fünf Kolleg_innen aus den unterschiedlichsten Bereichen vor, die dieselben fünf Fragen beantworten.

Katarina Hribar, Fachgruppe Publikationsservices

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist …

Morgens handelt es sich um pures Überleben. Zuerst schalte ich die deutschen Nachrichten an, die laufen dann, eine nach der anderen, anderthalb Stunden lang. Das bringt mich auf den letzen Stand und gleichzeitig werden sie in einem gewissen Tempo vermittelt, das kein scharwenzeln zulässt. Wenn ich aus dem Haus gekrabbelt bin, geht es mit österreichischen Nachrichten los (die sind gewöhnlich viel länger und unterhaltsamer). Unmittelbar nachdem ich bei der Arbeit angekommen bin, findet man mich mit einem Kaffee beim E-Mails lesen. Danach beim Drucker.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position? 

Die Vielfältigkeit der Aufgaben. Meine Arbeit besteht aus vielen, ganz unterschiedlichen Aufgaben, in einem Moment kann ich noch die Grafiken vorbereiten und in dem anderen an der „Feldforschung“ beteiligt sein, die Aufgaben kommunizieren, koordinieren, oder mich mit Rechtsfragen beschäftigen. Da muss man die Zeitaufteilung im Blick behalten. Allerdings lernt man viel dazu und es wird nie langweilig oder monoton.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich … 

…wenn ich die To-Do-Liste (etwas) bereinigt habe und dabei etwas gelernt und Spaß hatte. Es hilft, wenn auch meine Kollegen mit meiner Arbeit zufrieden sind und am Ende auch noch Zeit bleibt die E-Mails zu beantworten.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?

Mit meiner Mama, ich würde ihr alles erzählen.

Ian Correa Linck, Continuing Education Center

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…

Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit lese ich Nachrichten auf dem Handy und/oder höre Podcasts. Da ich es allerdings nicht sehr weit zur Arbeit habe, komme ich meist mit dem Lesen/Hören ebenfalls nicht weit. Den Rest muss ich also nach dem Feierabend nachholen.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?

Das Marketing-Team des Continuing Education Centers hat die Aufgabe, verschiedene Lehrgänge zu betreuen und dafür zu sorgen, dass deren Bekanntheitsgrad steigt. Da unsere Lehrgänge sehr unterschiedlich sind, müssen wir uns für jeden Einzelnen verschiedene Strategien überlegen, um die jeweilige Zielgruppe anzusprechen. Diese Themenvielfalt macht die Herausforderung jeden Tag dafür umso spannender.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…

… wenn ich nach Hause gehen kann mit dem Gefühl, ich habe nicht allzu viele Aufgaben für den nächsten Tag liegen gelassen.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?

Ich komme aus Brasilien, einem Land, dessen Geschichte von der Sklaverei geprägt wurde: Millionen von afrikanischen Sklaven wurden im Laufe der Jahrhunderte dorthin gebracht. Von mütterlicher Seite habe ich afrikanische Wurzeln, über die ich gar nichts weiß. Daher würde ich gerne meine afrikanische Vorfahren kennenlernen und fragen, woher genau sie stammten, etwas über ihre Kultur und Sprache lernen. Eine Mittagspause würde aber sicherlich nicht ausreichen, da ich viele Fragen hätte.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:

“Ich weiß, dass ich nichts weiß.” (Sokrates)

Ulrich Pont, Institut für Architekturwissenschaften

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist… 

auf jeden Fall etwa eine dreiviertelstunde Sport in Form von Morgengymnastik und Radfahrt zur TU am Karlsplatz, Aufsetzen von schwarzem Tee im Büro, wenn es noch niemand sonst gemacht hat, und im Geiste die toDo-Liste, so lange sie auch sein möge, mit Prioritäten versehen und dann den Trubel zu beginnen. Ich versuche eine gesunde Balance zu finden zwischen sehr früh im Büro zu erscheinen und regelmäßigem Sport in der Früh in Form von mindestens 1 km schwimmen in einem Hallen- oder im Sommerfreibad zu finden. Unterm Semester – an Tagen mit Lehrveranstaltungen-  findet oftmals während der Radtour ins Büro noch eine geistige Wiederholung der betreffenden Lehrinhalte statt.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?

Ich denke, als vielfältig interessierter Mensch und jemand der gerne viele Dinge gleichzeitig betreibt, ist die größte Herausforderung ein effizientes Zeitmanagement, bei dem man selbst aber nicht zu kurz kommen sollte. Brückenbauen zwischen der Architektur und den naturwissenschaftlich-technischen (Grundlagen-)Fächern ist in Forschung wie Lehre spannend und gleichzeitig (heraus)fordernd. Wichtig und herausfordernd ist auch die laufende Kommunikation mit den Personengruppen mit denen man an der TU Wien zu tun hat: Das sind Studierende, interne KollegInnen, aber auch oftmals externe Personen, beispielweise Kooperationspartner in Projekten. In jedem Falle ist das Zusammenspiel von Professionalität, Verständnis für spezielle Situationen und Settings, der allgegenwärtige Leistungs- und Zeitdruck, Zielorientiertheit und letzlich ein Blick fürs große Ganze und eine nicht zu kleine Dosis Humor gefordert. Dass die Reaktion des Bauwesens auf die Herausforderungen des Klimawandels herausfordern werden und alle damit befassten intensiv herausfordern dürften (und damit auch diejenigen die hier wissenschaftlich tätig sind) sei noch als Randnotiz angeführt.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…

pragmatisch betrachtet, wenn die Anzahl der von der toDo-Liste gestrichenen Items die Anzahl der neu dazu gekommenen übersteigt. Weniger pragmatisch gesehen ist das Gefühl, dass man einen Zustand, den man verbessern wollte, verbessert zu haben, sicher ein Trigger für Zufriedenheit. Entgegen dem oft etwas abschätzigen Spruch „Lehre ist Hobby“ empfinde ich akademische Lehre als etwas was sehr häufig dieses Zufriedenheitsgefühl zu triggern im Stande ist.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?

Ich denke Jacques-Yves Cousteau wäre durchaus ein interessanter Gesprächspartner, nachdem ich mich privat für den Tauchsport begeistere und speziell die durch ihn erfolgte Wiederentdeckung von Wracks aus dem zweiten Weltkrieg im roten Meer unglaublich spannend finde.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:

„The things you own, end up owning you“ – ein (Film-)zitat aus dem nach Chuck Palahniuk geschriebenen (Dreh-)Buch Fight Club. Ich finde, dass dies ein wunderbares Folgeproblem der Konsumgesellschaft auf sehr kompakte Weise zusammenfasst.

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