Menschen
Nr. 44

5 x 5 – Fünf Fragen an fünf TU-Mitarbeiter_innen

In unserer Rubrik „5 x 5“ lernen Sie TU-Mitarbeiter_innen von einer anderen Seite kennen. Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe fünf Kolleg_innen aus den unterschiedlichsten Bereichen vor, die dieselben fünf Fragen beantworten.

© TU Wien

Andreas Ipp, Institut für Theoretische Physik

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
Die Maus wach zu rütteln um den Bildschirm zu aktivieren.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Mir meine Zeit gut einzuteilen, um das Doktoratskolleg „Particles and Interactions“ als Koordinator zu betreuen, je nach Semester in der Lehre aktiv zu sein, die eigene Forschung mit einer kleinen Arbeitsgruppe voranzutreiben, und nicht zuletzt den TU Chor zu leiten.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
Wenn am Ende des Tages meine Todo-Liste nicht viel länger als in der Früh ist und ich Zeit für die Forschung finde. Und noch besser ist es, wenn auf einen erfolgreichen Arbeitstag noch eine erfolgreiche Chorprobe anschließt.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Mit Taylor Swift würde ich gerne mal in die Mensa essen gehen 🙂

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe selbstsicher sind und die Klugen voller Zweifel.
(Bertrand Russell)

© privat

Prof. Bob Martens, Studiendekanat für Weiterbildung

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
Mein Arbeitstag beginnt für gewöhnlich recht zeitig, was für mich als „Morgenmensch“ jedoch gut passt. Ich schaue mir vorerst meine E-Mail-Box an und betrachte danach die Agenden für den laufenden Tag bzw. bereite anstehende Termine vor. Noch verbringe ich zunächst eine gewisse Zeit allein und kann mich daher ohne Ablenkung auf bestimmte Themen konzentrieren. Danach kommt alsbald das gute Gefühl auf, produktiv gewesen zu sein. In weiterer Folge trudeln dann ohnedies die Kolleginnen ein und wir tauschen uns aus.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Da wäre zu allererst mein „Quasi-Doppelleben“ anzuführen, bin ich doch sowohl der Fakultät für Architektur & Raumplanung, als auch dem Continuing Education Center zugeteilt. Im erstgenannten Bereich besteht die Herausforderung z.B. darin, sinnstiftende Projektthemen für Lehrveranstaltungen zu konzipieren. Dabei gilt es vor allem auch zeitgemäße Aufgaben für Entwurfsprojekte, wie auch Diplomarbeitsthemen zu recherchieren. Der Umgang mit Studierenden während des Semesters verlangt nach einer guten Balance zwischen selbständiger Tätigkeit einerseits und individueller Unterstützung andererseits.

Im Bereich der (postgradualen) Weiterbildung findet ein Austausch mit vordergründig berufstätigen Studierenden statt. Das von mir geleitete Studiendekanat umfasst immerhin über 500 Studierende und die Leitung der immobilienwirtschaftlichen Lehrangebote ist ebenso spannend.

Hier gilt es grosso modo marktgerechte Weiterbildungsangebote zu positionieren, weiterzuentwickeln und am Puls der Zeit zu bleiben.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
Ein guter Mix aus Terminen und Präsentationen, sowie ausreichend Zeiträume für Vor- und Nacharbeit. Dazu gesellen sich des öfteren Abendtermine, wo auch das Networking einen besonderen Stellenwert innehat.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Nachdem wir uns im Bereich der Diplomarbeitsthemen intensiv auf die virtuelle Rekonstruktion von zerstörten Sakralbauten fokussiert haben, wäre ein Treffen mit dem Archäologen Herman Vetters gewiss bereichernd. Allerdings wäre ein Gedankenaustausch mit dem Architekten Rem Koolhaas ebenso durchaus attraktiv.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
Die diesbezügliche Auswahl ist wahrhaftig nicht einfach – zumal es eine unendlich hohe Zahl an klugen Sätzen gibt. Nun ja, dann optiere ich doch für Erik Weihenmayer, übrigens ein blinder Extrembergsteiger:  „Misserfolg ist immer ein Bestandteil des Erfolges“:.

© privat

Jasmin Gründling-Riener, Leiterin der Studien- und Prüfungsabteilung

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
Fenster öffnen, Computer hochfahren, Kaffee holen und meine Mitarbeiter_innen begrüßen.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Eine Führungsposition bringt grundsätzlich viel Verantwortung mit sich, die nicht nur „from 9 to 5“ da ist. Zu Hause richtig abzuschalten, ist oft eine Herausforderung. Im Tagesgeschäft selbst ist es oft schwierig, die Gesetzgebung in Studienangelegenheiten so umzusetzen, dass die Vollziehung an der Universität effizient und ökonomisch bleibt und zwar für die Mitarbeiter_innen als auch für die Studierenden und Studienwerber_innen, die so schon oft das Gefühl haben, den Bürokratieschimmel von weitem wiehern zu hören. Wir servicieren 30.000 Studierende und mehrere tausend Studienwerber_innen jedes Jahr aus allen Ländern dieser Welt und unterschiedlichsten Kulturkreisen. Gerade der tägliche Parteienverkehr stellt deswegen immer wieder eine große Herausforderung mit erhöhtem Konfliktpotential dar, insbesondere wenn Wünsche und Forderungen von Studierenden nicht erfüllbar sind oder überhaupt völlig falsche Vorstellungen oder Missverständnisse bestanden haben. In diesen oft hoch emotionalen Situationen ist Fingerspitzengefühl und ein kühler Kopf gefragt, um erhitzte Gemüter wieder auf Linie zu bringen.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
Wenn ich mit dem Gefühl effizient gearbeitet zu haben und produktiv gewesen zu sein nach Hause gehe.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Angela Merkel.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
Leisten wir uns den Luxus, eine eigene Meinung zu haben (Otto von Bismarck)

© privat

Ingrid Bauer, Leiterin der Chemie- und Maschinenbaubibliothek

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
…wahrscheinlich universell an jeder Arbeitsstätte: Kolleginnen grüßen, Arbeitsplatz stürmen, Computer aufdrehen, Kaffee holen und dann den Tag einteilen.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Da gibt es einige Aspekte.

1. Für viele bedeutet eine Bibliothek in erster Linie „Bücher und Zeitschriften, die verwaltet“ werden müssen. Aber eine moderne Bibliothek übernimmt heutzutage noch einige andere Aufgaben, angefangen von Themen der Bibliometrie, Unterstützungsmaßnahmen beim Publizieren von wissenschaftlicher Literatur bis hin zum Forschungsdatenmanagement. Sich mit diesen Aufgaben auseinanderzusetzen, aber auch die Standardaufgaben zeitlich unter einem Hut zu bekommen, ist für mich eine große Herausforderung, die ich jedoch als sehr spannend sehe.

2. Ein weiterer Aspekt liegt bei den unterschiedlichen Personen mit denen ich zu tun habe: Bibliothekar_innen, Wissenschaftler_innen und Student_innen einer Universität haben per se unterschiedliche Bedürfnisse, aber auch sehr unterschiedliche Wesenszüge und Herangehensweisen und das kann durchaus herausfordernd werden.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
Wenn ich mein geplantes Arbeitspensum absolvieren und dabei auch etwas kreativ sein konnte. Schön ist es, wenn dabei auch noch der Humor nicht zur kurz gekommen ist.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Historisch: Josef II, lebendig: jeder, der mir freundlich gesonnen ist und mich zum Lachen bringen kann.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
Fürs Gemüt: Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen (Marcus Tullius Cicero).
Prinzipiell: Bibliotheken rechnen sich nicht, aber zahlen sich aus.
Und für mich Privat: Man sollte Menschen nochmals neu kennenlernen dürfen, wenn man reifer geworden ist. Manche würde man nicht mehr in sein Leben lassen, um andere wiederum würde man ein wenig länger kämpfen, um sie nicht zu verlieren. Nachsatz: aber vielleicht tun wir das im nächsten Leben sowieso… 🙂

© privat

Liane Knapp, Fundraising & Sponsoring

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
Mir ein Glas Wasser holen, ein freundliches Guten Morgen und dann geht’s eigentlich schon los.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Kundenzufriedenheit, das bedeutet im Rahmen der Campus Werbung an der TU Wien, das passende Angebot zu machen und dann auch mit allen Schnittstellen erfolgreich umzusetzen.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
Wenn der Kunde zufrieden lächelt und ein Mehrwert für die Studierenden entsteht.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Mit Tenzin Gyatso, dem derzeitigen Dalai Lama

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden. (Hermann Hesse)

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