Menschen
Nr. 38

5 x 5 – Fünf Fragen an fünf TU-Mitarbeiter_innen

In unserer Rubrik „5 x 5“ lernen Sie TU-Mitarbeiter_innen von einer anderen Seite kennen. Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe fünf Kolleg_innen aus den unterschiedlichsten Bereichen vor, die dieselben fünf Fragen beantworten.

Marko Mihovilovic

Marko Mihovilovic ist Professor für Bioorganische Synthesechemie und Vorstand des Instituts für Angewandte Synthesechemie. Sein Forschungsinteresse befindet sich an der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie mit dem Ziel, die Natur besser zu verstehen, um sie zu unserem Vorteil zu beeinflussen. Dabei offeriert die moderne Chemie annähernd unlimitierte Kreativität, um ein Universum an neuen Molekülen zusammenzubauen und deren Eigenschaften zu studieren. Aktuell arbeitet seine Gruppe an Zellfabriken zur Herstellung wichtiger Plattformchemikalien sowie an neuen Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Erkrankungen des Herzens und des Zentralnervensystems mit der Vision einer regenerativen Gewebetherapie der Zukunft.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
… die gemeinsame Frühstücksrunde mit meiner Familie zu genießen, auch wenn das manchmal eher still verläuft, weil wir alle ziemliche Morgenmuffel sein können.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Den täglichen Spagat zu bewältigen, die eigene Wissenschaft voranzutreiben, in Studierenden das Interesse für das Fach zu wecken und nicht gänzlich in Verwaltungsaufgaben unterzugehen.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
… wenn ich das Gefühl habe, zumindest eine der obigen Aufgaben einigermaßen bewältigt zu haben.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Da ich selbst leidenschaftlich gerne koche, verspricht ein wissenschaftlich-kulinarischer Austausch mit Louis Camille Maillard (er untersuchte die chemischen Reaktionen beim Braten von Proteinen und Kohlehydraten) gemeinsam mit Nikola Tesla (der mich als Erfinderpersönlichkeit mit ähnlichen Wurzeln wie ich selbst schon immer fasziniert hat) und Craig Venter (einem der wohl kreativsten Köpfe unserer Zeit) in der eigenen Küche eine spannende Angelegenheit zu werden…

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„Es gibt naive Fragen, langweilige Fragen, schlecht formulierte Fragen, Fragen, die nach unzureichender Selbstkritik gestellt werden. Aber jede Frage ist ein Aufschrei, die Welt verstehen zu wollen. Es gibt keine dummen Fragen.“ (Carl Sagan, der mittels seines Buches und der TV-Serie „Unser Kosmos“ das Interesse an Naturwissenschaften bereits in meiner Kindheit stimuliert hat)

Richard Zemann, Assistent am Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik

Richard Zemann ist Assistent am Institut für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik. Er verantwortet in seiner Tätigkeit den Bereich der Faserverbundtechnologie von der Konstruktion über die Bauteilherstellung bis hin zur spanenden Endbearbeitung.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
Computer starten, lüften und durchatmen, danach Mails lesen

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Mit den zur Verfügung stehenden und zu gering bemessenen Mitteln bestmöglich die unterschiedlichen Zielsetzungen von bestehenden und potentiellen Projektpartnern, Förderstellen sowie die selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
…wenn geplante und spontan entstandene Aufgaben erfolgreich abgearbeitet werden konnten.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Mit meinem verstorbenen Vater

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss, was auch immer übrig bleibt, und mag es noch so unwahrscheinlich sein, die Wahrheit sein.“ Mr. Spock, Star Trek VI

Martina Nuhsbaumer, Sekretärin am Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme

Martina Nuhsbaumer ist Sekretärin am Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme und sowohl für die allgemein anfallenden Sekretariatsarbeiten als auch für die Lehre am Institut zuständig.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
Neben meinem Morgenkaffee gehe ich alle eingegangen Mails durch, um den schon am Vorabend zusammengestellten Tagesplan zu vervollständigen. Dann kann der Tag beginnen.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Da ich für die Lehre am Institut zuständig bin, ist es immer wieder eine große Herausforderung die Lehrveranstaltungen für das kommende Studienjahr zu planen. Es ist sehr spannend – und macht viel Spaß – Termine mit den Vortragenden zu planen, Hörsäle zu suchen und an Ende keine Überschneidungen von Terminen und Räumen zu haben. Die Organisation von Meetings, Dienstreisen, Anfragen von Studierenden und Vortragenden und natürlich der ganz normale Alltag an einem Institutssekretariat sind immer wieder Herausforderungen, können aber mit guter Laune und Zusammenarbeit sehr gut gemeistert werden.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
… wenn meine Tagesplanung abgearbeitet ist und ich guten Gewissens nach Hause gehen kann. Aber auch Tage, an denen ich nur unerwartete und dringend anfallende Arbeiten erledige (und das sind viele Tage im Jahr), sind gute und meist auch erfolgreiche Tage.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Eigentlich würde ich mich über ein gemütliches Mittagessen mit meinen Kolleg_innen sehr freuen. In einem persönlichen Gespräch ohne dem Druck eines offiziellen Meetings erkennt man oft, dass Lösungen ganz nah sind, man kann sie manchmal nur nicht erkennen.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„Wo gehobelt wird fallen Späne – wo gearbeitet wird passieren manchmal Fehler, aber egal wer welchen Fehler macht, mit etwas „Leim“, gutem Willen und guter Zusammenarbeit kann man eigentlich jedes Problem lösen.“ (unbekannt)

Bild: © Thomas Györik

Alexandra Wieser, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Universitätsarchiv

Alexandra Wieser arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Universitätsarchiv. Ihre Tätigkeiten reichen von Benutzer_innenbetreuung und Anfragenbeantwortung über die Übernahme, Ordnung und Bewertung von Archivbeständen bis zur Durchführung von Recherchen und dem Verfassen wissenschaftlicher Publikationen.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
…mit einem Schluck Kaffee durchatmen und die Gedanken bündeln für den neuen Arbeitstag.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Ordnung und Struktur in „Aktenberge“ zu bringen, um sie einerseits Benutzer_innen zur Verfügung zu stellen und andererseits die Geschichte der TU korrekt und detailreich erzählen zu können.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
…wenn Benutzer_innen und Arbeitskolleg_innen mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Archiv gehen.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Philipp Blom

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ziellos umherirrt.“ (Gotthold Ephraim Lessing)

Bild: © Matthias Heisler

 

Abd El Hamid Lashin

Abd El Hamid Lashin ist einer der vier Personen im Vorsitzteam der Hochschülerinnen und Hochschülerschaft an der TU Wien. Das Vorsitzteam ist der Knotenpunkt, der Studierende und Studierendenvertreter_innen mit allen anderen Institutionen und Angehörigen der TU verbindet.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist… 
… im Büro ankommen und eine große Tasse Kaffee holen. Manchmal auch eine zweite.

Welche Herausforderungen gibt es in Ihrer Position?
Das Interesse der Studierenden zu berücksichtigen und dabei alle zufrieden stellen.

Ein erfolgreicher Arbeitstag ist für mich…
… die Dankbarkeit meiner Mitmenschen zu sehen, welche Arbeit hier geleistet wird.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Mit niemanden speziell, freue mich über jede Gesellschaft.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)

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