Menschen
Nr. 34

5 x 5 – Fünf Fragen an fünf TU-MitarbeiterInnen

In unserer Rubrik „5 x 5“ lernen Sie TU-MitarbeiterInnen von einer anderen Seite kennen. Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe fünf KollegInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen vor, die dieselben fünf Fragen beantworten.

Bild: © Nada Meister

Stefan Woltran, Professor am Institut für Informationssysteme

Prof. Dr. Stefan Woltran (40) studierte an der TU Wien Informatik, dissertierte 2003, und erhielt
2008 die Lehrbefugnis im Fach Informationssysteme. 2013 wurde er mit dem renommierten
FWF START Preis ausgezeichnet. Im Wintersemester 2013 bekleidete Woltran eine Vertretungsprofessur an der Universität Leipzig, seit Februar 2015 ist er Professor für „Formal Foundations of Artficial Intelligence“ am Institut für Informationssysteme der TU Wien. Stefan Woltran untersucht die formalen Grundlagen logik-basierter Methoden der künstlichen Intelligenz, insb. in den Bereichen der Argumentation und der Wissensrevision. Weiters beschäftigt sich die Gruppe von Prof. Woltran mit Komplexitätsanalyse und Algorithm-Design. Neben dem FWF Start Projekt leitet Stefan Woltran aktuell drei weitere FWF Projekte.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
… Mails und anderes ausdrucken, um diese bei einem Espresso in der Pessoa Lounge (Favoritenstraße) durchzugehen.

Welche Herausforderung gibt es in Ihrer Position?
Trotz aller Verpflichtungen die Begeisterung für die Wissenschaft beizubehalten und MitarbeiterInnen sowie Studierenden zu vermitteln.

Ein erfolgreicher Tag ist für mich…

… um es mit Cicero zu sagen: „Angenehm sind die erledigten Arbeiten.“

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Bill Shankly (1913-1981)

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenen.“ (Jean-Paul Sartre)

Georg Wachter, Projektassistent am Institut für Theoretische Physik

Georg Wachter als Projektassistent, der vom FWF finanziert wird, am Institut für Theoretische Physik.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
… mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Eigentlich bin ich kein Morgenmensch, aber nach 20 Minuten im Frühverkehr bin ich glockenwach!

Welche Herausforderung gibt es in Ihrer Position?
Neue, frische Ideen für Forschungsprojekte konzipieren und dann Leute finden, mit denen man sie umsetzen kann. Und natürlich irgendwann auch mal von der Physik leben zu können, also irgendwo auf der Welt einen normalen (unbefristeten) Arbeitsvertrag zu erhaschen.

Ein erfolgreicher Tag ist für mich…
… wenn ich es bereits beim Zähneputzen kaum erwarten kann, ins Büro zu kommen.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Gail Collins, Edward St Aubyn, Stephen Patrick Morrissey – aber nur jeweils eine Mittagspause.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„S’Leben isch kuan Zeltfescht!“1 (Von meinem Schwager Simon, Gott sei Dank hat er Recht.)

1 Hochdeutsch: „Das Leben ist kein Zeltfest“

Bild: © Peter Häring

Elisabeth Felbermair, Projektassistentin am Institut für Materialchemie

Elisabeth Felbermair arbeitet als Projektassistentin am Institut für Materialchemie. Ihre Stelle wird vom FWF mitfinanziert.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
… Fahrrad abstellen, Computer einschalten, ein Glas Wasser holen, E-Mails lesen und den (Labor-)Tag planen.

Welche Herausforderung gibt es in Ihrer Position?
Lösungen für komplexe Forschungsfragen der chemischen Synthese zu finden und diese gelegentlich überzeugend zu präsentieren.

Ein erfolgreicher Tag ist für mich…
… wenn eine Synthese funktioniert hat oder ich positive Analysenergebnisse erhalten habe und ich meiner Dissertation somit einen Schritt näher gekommen bin.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Mit Leslie Knope (Hauptcharakter der Serie „Parks and Recreation“), einer selbstbewussten, erfolgreichen, inspirierenden Frau mit viel Humor – oder besser mit ihrer Darstellerin Amy Poehler, die mit Sicherheit eine ebenso beeindruckende Persönlichkeit ist.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„The least important things, sometimes, lead to the greatest discoveries.“ („Die unwichtigsten Dinge führen manchmal zu den größten Entdeckungen.“) – William Hartnell als The First Doctor (Doctor Who, „The Space Museum“).

Bild: © privat

Alexander Schirrer, Universitätsassistent am Institut für Mechanik und Mechatronik

Der promovierte Techniker Alexander Schirrer arbeitet und forscht als Universitätsassistent am Institut für Mechanik und Mechatronik.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
… meine Tochter auf dem Weg zum TU-Kindergarten zu begleiten und die Welt ein Stück weit durch ihre Augen zu sehen. Dann geht der Arbeitstag im engeren Sinn los: Einen Überblick über die wichtigen Aufgaben schaffen, priorisieren, im Team besprechen und delegieren oder erledigen.

Welche Herausforderung gibt es in Ihrer Position?
Den Spagat zwischen interessanten wissenschaftlichen Details eines Problems und dem notwendigen Überblick zu schaffen. Auch, eigenes Wissen anderen spannend zu vermitteln und den Funken der Faszination überspringen zu lassen.

Ein erfolgreicher Tag ist für mich…
… wenn ich meine Zeit und Energie so sinnvoll genutzt habe, dass etwas Neues, Interessantes daraus entstanden ist oder ich neue Einblicke erhalten habe.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?
Mit meinem Großvater, „auf an‘ schnö’n Kaffee…“; seine gelebte Toleranz und Weltoffenheit hat mich als Kind stets fasziniert.

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:
„Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon.“ (Oscar Wilde (1854-1900))

Bild: © Foto Weinwurm  

Pascal Prabiz, Jurist beim Forschungs- und Transfersupport

Pascal Prabitz ist Mitarbeiter des Forschungs- und Transfersupport. Er ist Jurist und betreut F&E- sowie Lizenzverträge. Weiters wickelt er in Zusammenarbeit mit den Instituten Vergabeverfahren nach dem Bundesvergabegesetz ab.

Mein Ritual zu Beginn des Arbeitstages ist…
… den Computer einschalten, einen Kaffee trinken und versuchen, einen Scherz zu machen

Welche Herausforderung gibt es in Ihrer Position?
Das Ganze im Auge zu behalten

Ein erfolgreicher Tag ist für mich…
… einen gescheiten Gedankengang gehabt zu haben, der anderen weiterhilft.

Mit welcher Persönlichkeit (historisch oder lebendig) möchten Sie die Mittagspause verbringen?

Thomas von Aquin

Ein kluger Satz, der nicht von Ihnen ist:

„Wir sind dazu geschaffen, die Wahrheit zu suchen, sie zu besitzen ist das Vorrecht einer höheren Macht.“ – Michel de Montaigne

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